widerst@ndMUND vom Dienstag, 19.09.2000
From: Philip König, philkoenig@chello.at Zeitungsbericht mir Wahrheitsgehalt In der Nacht von Samstag auf Sonntag habe ich wieder mal versehentlich eine "Presse" aus dem Zeitungsständer gekauft. Auf Seite 15 stach mir gleich ein Artikel ins Auge, der mit den Worten begann: "Es ist wahr, das muss man vorausschicken." Das fand ich eine tolle Idee, dass wahre Artikel auch all solche deklariert werden. Leider aber konnte ich keinen zweiten finden. Dafür fand ich dann auch noch einen Bericht von der letzten Donnerstagsdemo. Den hab ich dann so schlecht gefunden, dass ich ihn einfach auf diesem Wege noch weiterempfehlen möchte. Philip König Die Presse 16.09.2000 Ressort: Wien-Journal "Wi-der-stand": Auf dem langen Marsch durchs nächtliche Wien Die Donnerstag-Demo nach dem Ende der Sanktionen. Routine für die Marschierer, Routine für die Polizei. "Es geht weiter", lautet die Devise. Ein Lokalaugenschein beim Widerstand. Von Klaus Stöger Wien. "Hier spricht die Polizei", tönt es aus dem Lautsprecher. "Wir weisen darauf hin, dass Foto- und Videoaufnahmen gemacht werden." - "Hier sprechen die Demonstranten", dröhnt es postwendend aus einem Megaphon. "Wir weisen darauf hin, dass Polizeiübergriffe auf Video festgehalten werden." Es ist wieder Donnerstag. Demonstrationstag gegen die Bundesregierung in Wien. 19.30 Uhr, Ballhausplatz. Bei der 32. Auflage dieser wöchentlichen Kundgebung nach der Angelobung und der ersten nach Aufhebung der Sanktionen ist vieles schon Routine. Peter Kreisky und Doron Rabinovici sind wieder da. "Wer will kaltes Bier?", fragt ein Mann aus der Menge. Die Sicherheitswache ist aufgefahren, in den Mannschaftsbussen wird noch Zeitung gelesen. Auch die Beamten der Staatspolizei, mit Turnschuhen, Windjacke und Knopf im Ohr, halten sich im Hintergrund. "Es wär' ja für uns viel einfacher, wenn die Demos angemeldet wären. Aber die Leut' sagen uns ja nichts.", seufzt Stapo-Einsatzleiter Peter Famler. Es ist sein 20. Donnerstags-Einsatz. "Wi-der-stand": Der Kampfruf mahnt zum Aufbruch, rund 900 machen sich auf den Weg. Wasser-Attacke von oben. 20.15 Uhr. Schon auf der Zweier-Linie gibt's die ersten Proteste von Autofahrern. "Eine Frechheit, könnt's ihr net eingreifen", empört sich ein dauerhupender Lenker. "Hupen einstellen, bitte, wir sind zum Regeln da", lautet die Antwort eines Polizisten. Beim Landesgericht ist die Alarmabteilung aufgezogen. Es wird getrommelt, gepfiffen, gebrüllt. Aus aufgerissenen Fenstern auf der Alser Strasse lugen neugierige Gesichter. Über den Gürtel geht es in den neunten Bezirk. Fahrzeuge werden umgeleitet, der öffentliche Verkehr steht still. 21.30 Uhr. Der Zug hält plötzlich in der Spitalgasse. Ein Mann wird von der Polizei umzingelt. Demo-Photographen bauen sich vor den Uniformierten auf und filmen jede Bewegung. "A abgerissener Auto-Spiegel - Weitermarsch", hallt es durch die Nacht. Auf dem Julius Tandler-Platz verhindert die Polizei wenige Minuten später die Stürmung des Franz-Josefs-Bahnhofs. In der Hahngasse hängt ein Sympathisant eine rot-weiss-rote Fahne mit Trauerflor aus dem Fenster. Die Marschierer jubeln. "Das is' wie bei uns in Berlin. Da ham wer jeden Tach' ne Demo", meint eine Touristin beim Hotel Deutschmeister. "Kommen Sie mit - gegen Faschismus", ruft ihr ein Demonstrant euphorisch zu. Die Frau flüchtet in einen Hauseingang. 22.30 Uhr. Eine Polizei-Sperre am Kai ist lückenhaft, die noch knapp 300 Demonstranten stürmen mit Gebrüll die City. Der Verkehr in der Rotenturmstrasse kommt zum Erliegen, Passanten werden angerempelt. "Gebt's endlich a Ruh', ihr bewirkts doch eh' nix, ausser a Verkehrschaos", wettert ein Mann am Strassenrand. "Wi-der-stand", brüllt ihm ein Teilnehmer ins Gesicht. In der engen Ertlgasse werden die Demonstranten mit Wasser begrüsst, das aus einem Fenster geschüttet wird. "Nazi-Schwein" ist die Antwort von der Strasse. 23.15 Uhr. Der Demonstrationszug mit noch knapp 40 Teilnehmern stoppt vor der VP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse. Während sie lärmen, verlassen Kongressteilnehmer das Rathaus. "Gegen Faschismus", ruft eine Demonstrantin in das Innere eines wartenden Busses. Im zweiten Stock der VP-Zentrale schliesst ein Herr indigniert das Fenster. Am Rathaus lehnt ein erschöpfter Stapo-Mann und nippt an der Wasserflasche. Wieder ist eine Donnerstag-Demo zu Ende. "Es geht weiter", brüllt ein Marschierer mit heiserer Stimme. Philip König, philkoenig@chello.at
From: ulthar@metacrawler.com Manifesto - Widerstand-Berichterstattung Achtung bin "politisch" völlig ungeschult oder besser gesagt: "unbeleckt". Möchte es auch bleiben. Die nachfolgenden Bemerkungen sind also mit äußerster Vorsicht zu genießen. Sind die im MUND vom 17. September 2000 im italienischem Original wiedergegebenen Berichte wirklich in einer italienischen Zeitung erschienen? Also ein italienischer (oder sonstiger) durchschnittlicher Zeitungsleser, ob lechz oder rinks, muss schon sehr sehr sehr motiviert sein, um sich durch ein derartiges Küchengesprech durchzubeißen. Zufällig aber hat der durchschnittliche italienische Leser auch des Manifesto im Moment vermutlich ganz andere Sorgen: Wahlkampfauftakt ist in Italien, und der liest sich, in seiner ganzen surrealen Absurdität, unendlich spannender als diese ganze Berichterstattung über Gusenhammer und Stelzenbauer und Kernhauer und wie die alle heißen, diese komischen deutschen Familiennamen klingen doch eh alle gleich und wer ist diese Christine und Wagner???? und Bossi hat gesagt Rutelli sei als zukünftiger Regierungchef untragbar weil er einen unechten Sohn hat nein unbestimmt hat er gesagt, einen unbestimmten Sohn, nämlich einen Adoptiv-Francisco aus Chile das können wir in Italien nicht brauchen "fremdrassige" Adoptivkinder hat Bossi gesagt und der einzige der dagegen wirklich vehement und ausdrücklich protestiert hat ist Veltroni Gott seis gedankt und auch d'Alema ja auch der das ist ein gutes Zeichen oder? Also statt der lust- und seelenlosen, in einem stellenweise unverständlichen Kauderwelsch verfaßten Berichte des Manifesto, empfehle ich, aber aus ganz anderen Gründen als aug und ohr (oder doch vielleicht ähnlichen Gründen?), den Artikel von Paolo Rumiz in La Repubblica vom 14. September 2000, mit dem Titel: "L'Austria si piega alla Ue: vogliamo essere Europa". Der liefert ein plastisches Bild vom post-Sanktionswien, und dem Leser hält er einen Spiegel vor, für alle Fälle. Kostprobe daraus gefällig? "In Österreich herrscht das versteckte Ressentiment, erklärt ein Ingenieur auf einer Baustelle im 22. Bezirk. "Die Mächtigen werden gehaßt und beneidet, aber niemals in Rede gestellt. Europa ist eine Macht, also wird es beraunzt, aber eigentlich nicht in Rede gestellt". Er zeigt auf die Bauarbeiter auf dem Gerüst: 18 Männer, 15 davon unterbezahlte Ausländer. Sehen Sie, die österreichischen Arbeiter werden niemals die Zivilcourage besitzen zu sagen, dass der Chef ein Ausbeuter ist. Lieber reagieren sie sich auf die Migranten ab. Der klassische Krieg der Armen. Es gibt eine Menge Kleinunternehmer, die Haider wählen und gleichzeitig unpatriotischerweise österr. Mitarbeiter entlassen, um billige ausländische Arbeitskräfte einzustellen. Das tun sie, ohne sich Rechenschaft darüber abzulegen, weil Haiders FPÖ für alle Probleme der Österreicher eine Erklärung parat hat, die Arbeitgeber unangetastet lässt und Ausländer kriminalisiert. In dem ganzen, langen Artikel steht kein Wort über die Widerstandsbewegung. Ich bin auch froh darüber. In dieser apokalyptischen Bestandsaufnahme österreichischen Befindlichkeit nach Aufhebung der Sanktionen glänzt der Widerstand durch Abwesenheit. Und das ist wörtlich zu nehmen. In dieser luziden, boshaften Analyse hat der junge österreichische Widerstand nichts verloren. Es ist unsere Aufgabe, finde ich, uns für ihn ganz andere Zusammenhänge zu erarbeiten. Aber wie gesagt, nachzulesen in: http://www.repubblica.it/q...no/repubblica/20000914/esteri/18aus.htm
From: a9509022@unet.univie.ac.at Weisen-Watergate In der Presseaussendung der HOSI Wien vom 16. September 2000 heißt es unter anderem: "Nur die größte österreichische Lesben- und Schwulenorganisationen hat aufgeschrien und die EU-14 zur Fortsetzung der Maßnahmen aufgerufen. ... Krickler beschuldigte die drei Weisen, bewusst ernste Menschenrechtsprobleme ignoriert zu haben ... Kricklers Appell ... blieb leider ungehört." Vielleicht hat es den drei Weisen nicht gepasst, daß Herr Krickler massgeblich an der Ausgrenzung von Migranten mitgewirkt hat (Übergabe des Dossiers "Wider der antisemitischen Abnormalisierung" wurde auf Kricklers Betreiben in Heidelberg verhindert). Daher Teile des Dossiers an den MUND: Wider der antisemitischen "Abnorm"alisierung Antisemitismus wird in Österreich wieder mehr und mehr ein integraler Bestandteil der postnationalsozialistischen Gesellschaft. Das bürgerliche Subjekt, dessen persönliche Würde nicht über ein Grundgesetz sondern über ein beschneidbares Recht (§16 ABGB als abdingbarer Ersatz für das grundrechtliche Fehlen des Schutzes persönlicher Würde) gehandelt wird, verkauft sich nur über die ständige Abgrenzung gegenüber vermeintlich minderwertigen Menschen, deren "Minderwertigkeit" oder "Fremdheit" oder "Abnormität" nicht nur angeprangert (Beilage1) sondern per gesetzlicher Schlechterstellung in vorauseilendem Gehorsam festgelegt wird (menschenunwürdige Ausschlüsse/Anwartschaftsfristen statt Gleichbehandlung von Migranten in der Arbeitswelt, Zwangssterilisation minderjähriger behinderter Menschen, FP-willkürliche Teilung religiöser Identität in bsw. "aussereuropäische" und "europäische" "Muslime" zur Verhinderung der Anerkennung der Weltreligion der Sikh, ...) Hierzulande hat sich christlicher Antisemitismus mit rassischem Antisemitismus und deutscher Gründlichkeit zu jenem eliminatorischen Antisemitismus gepaart, der schließlich zur Shoah führte. Gemeinsam wurde zustandegebracht, dass Millionen von Menschen akribisch/liturgisch einer industriellen Massenvernichtung zugeführt wurden. Die postnationalsozialistische TäterInnengemeinschaft in Österreich, erst durch das gemeinsame Verbrechen zur Volksgemeinschaft zusammengeschweißt, konnte eine Aufarbeitung der Geschichte nie dulden. So konnte in diesem Land auch nach 1945 eine Kontinuität des Antisemitismus weiterleben, die es als gesetzlichen Auftrag begreift, Menschen als "minderwertig" an den Pranger stellen zu müssen: KOPFTUCHTRÄGER/IN (Beilage2) LIEGERADFAHRER (Beilage3) als AMS-Eignungsmerkmal in Jobsuche bei Datenbankspeicherung BEHINDERTER AUSLÄNDER BARTTRÄGER (Beilage2) Aber nicht nur der offene Antisemitismus in virtuellem Gewand in Österreich ist salonfähig geworden. Schon in der österreichischen Form der deutschen Sprache fordert das Wort " Hetze " zur Beteiligung an Pogromen als spaßeshalbere Freizeitbeschäftigung heraus. Menschenhatz - Hetze als volkstümliches Gaudium verstehen zu dürfen - eine einzigartige (anthropologische?) Ausformung von (austroalpinem?) Selbstverständnis, dessen Erfüllung für die Identitätsstiftung im "Haiderland" unerlässlich geworden zu sein scheint. Dass diese " Hetze " auch von dem FP-regierten Sozialministerium geschürt wird, kann man dadurch erkennen, dass ein mittlerweile achtjähiges Berufsverbot wegen unliebsamer Religionszugehörigkeit zwar medial gross aufgekündigt wird (Beilage4 - Aprilscherz?), jedoch in Wirklichkeit voll aufrecht erhalten wird und ein zweifacher Familienvater aus dem österreichischen Erwerbsleben ausgeschlossen bleibt.
From: KPÖ Steiermark, kp.stmk@nextra.at WAG-Verkauf/Aktionen/KPÖ-Konferenz Montag, 18. September 2000 Medieninformation der KPÖ Steiermark KPÖ: Schwerpunktmäßig gegen Verkauf von der WAG! Die Bundeskonferenz der KPÖ hat sich am Samstag in Wien mit einem Beschluss entschieden gegen den Plan der Bundesregierung zum Verkauf von 60.000 bundeseigenen Sozialwohnungen ausgesprochen. In dem Antrag der steirischen KPÖ an das höchste Gremium der österreichischen Kommunisten zwischen Parteitagen, der ohne Gegenstimme angenommen wurde, heißt es: "Die KPÖ lehnt die Privatisierung der bundeseigenen Wohnungsgenossenschaften grundsätzlich ab und warnt vor den gravierenden sozialpolitischen Folgen für die betroffenen Menschen insbesondere in wichtigen Industriegebieten Österreichs. Wir bitten unsere Mitglieder und SympathisantInnen, überall in ihrem Wirkungsbereich über diesen Angriff auf das öffentliche Wohnungseigentum zu informieren. Darüber hinaus wird die KPÖ schwerpunktmäßig für die Entfaltung von Bewegungen gegen den Ausverkauf von WAG, BUWOG und der anderen Wohnungsgesellschaften eintreten und die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen." Der Plan des Finanzministeriums, in den nächsten zwei Jahren aus dem Verkauf von Wohnungsgesellschaften des Bundes 30 Milliarden Schilling für den Schuldenabbau zu erzielen, ist ein Anschlag auf das soziale Wohnungswesen. Seine Verwirklichung macht frühere Werkswohnungen zu Spekulationsobjekten für private Anleger. In der Steiermark sind Eisenerz, Trofaiach, Voitsberg , Judenburg, Knittelfeld, Mürzzuschlag und Graz vom Verkauf der bundeseigenen Wohnungsgesellschaften besonders betroffen. KPÖ Steiermark, Tel. 03 16 / 71 24 36, Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk@nextra.at, Lagergasse 98a, 8020 Graz
From: Die Grünen, regierungswatch@gruene.at Regierungsmonitoring - Neue Website - Meldestelle Grünes Regierungsmonitoring: Bitte um Mithilfe Seit 18. September 2000 (12 Uhr) sind im Rahmen des Grünen Regierungsmonitorings über 100 Beobachtungen nach Themenbereichen und Ereignisdaten gegliedert über die Homepage der Grünen www.gruene.at abrufbar. Diese Sammlung wird mittels täglicher Updates laufend erweitert. · Welche Frauen-, Sozial-, Kultur- oder Umweltinitiativen sind von Kürzungen betroffen? · Welche Medien und JournalistInnen sind Einschränkungen ihrer Arbeitsmöglichkeiten unterworfen? · Wie geht die neue Regierung mit Grundfreiheiten um? · Wie verändern sich die Lebensbedingungen von MigrantInnen? · Welche Erfahrungen machen Menschen im blau-schwarz-gewandelten Alltag mit Behörden, PolitikerInnen und MitbürgerInnen? Meldestelle für blau-schwarze Umtriebe. Per E-mail und Snailmail Zur Vervollständigung des Grünen Regierungsmonitorings sind wir auf Mithilfe angewiesen. Aus diesem Grund wurde eine Meldestelle für blau-schwarze Umtriebe unter der E-mail-Adresse regierungswatch@gruene.at eingerichtet. · Sind Sie in Ihrer politischen, kulturellen oder sozialen Aktivität Einschränkungen unterworfen? · Kennen Sie Beispiele rassistischer, sexistischer oder sozialer Ausgrenzung seit dem 4. Februar? · Ärgert Sie eine rassistische, sexistische, ausgrenzende oder verhetzende Äußerung einer/s PolitikerIn? · Wissen Sie von Initiativen, deren Arbeit durch Mittelkürzungen oder politische Hetze beeinträchtigt ist? · Haben Sie Kenntnis von Versuchen, RegierungskritikerInnen mit politischen Mitteln oder Klagen mundtot zu machen? Teilen Sie uns Ihre Beobachtungen mit! Über diese Meldestelle eingehende Benachrichtigungen werden nachrecherchiert, bearbeitet und in die Sammlung aufgenommen, in JEDEM FALL jedoch beantwortet. Selbstverständlich ist das Grüne Regierungsmonitoring auch über den Postweg erreichbar: Grüner Klub im Parlament Regierungsmonitoring A-1017 Wien
From: KPÖ-Wien, Waltraud Stiefsohn, wien@kpoe.at Auch Gemeinde Wien profitiert vom erhöhten Rohölpreis KPÖ-Wien fordert 700 Schilling Heizkostenzuschuss für sozial Benachteiligte Von den zwei Milliarden Schilling, die der Finanzminister zusätzlich durch den hohen Rohölpreis lukriieren kann, profitiert auch die Gemeinde Wien. Über den Finanzausgleich zwischen Bund und Land darf die Gemeinde mit 73 Millionen Schilling Mehreinnahmen rechnen. Dazu KPÖ-Wien Vorsitzende Waltraud Stiefsohn: "Daß heute kein einziger SPÖ- oderGrün-Politiker mehr von Preisregelungen spricht, ist ohnehin ein politisches Armutszeugnis. Absolut inakzeptabel ist allerdings, dass sichdie SPÖ-GemeindepolitikerInnen mit der Ausschüttung von Heizkostenzuschüssen durch den Bund zufrieden geben und ihre erhöhten Steuereinnahmen einfach einstreifen wollen. Rund 80.000 Menschen in Wien sind Ausgleichszulagen - und SozialhilfebezieherInnen oder arbeitslos. An sie sind diese 73 Millionen Schilling für Heizkostenzuschüssen auszuzahlen. Das wären rund 700 Schilling pro Person zusätzlich zu den 500 Schilling durch den Bund." Rückfragen bitte an: KPÖ-Wien, Waltraud Stiefsohn 214 45 50 wien@kpoe.at
From: KPÖ-Wien, Waltraud Stiefsohn, wien@kpoe.at Kosmetik statt prinzipieller Veränderungen Integrationspolitik wird nur ungenügend angegangen "Die neu aufgeflammte Kampfeslust scheint eher den Wahlen geschuldet zu sein als dem Willen zu einer prinzipell anderen Politik", meint die KPÖ-Wien Vorsitzende Waltraud Stiefsohn zum Landesparteitag der SPÖ-Wien. Mit der groß angekündigten "Teilöffnung der Gemeindebauten für Ausländer" bleibt die Tatsache der Diskriminierung und Ungleichbehandlung ungebrochen aufrecht. Stiefsohn: "Das drückende Unrecht, wonach MigrantInnen, die hier für die Wohnbauförderung wie jeder Staatsbürger zahlen müssen, aber keinen Zutritt zu geförderten Wohnungen haben, wird weder beseitigt noch in Frage gestellt. Die Bereitstellung von 3000 `Not- bzw. Integrationswohnungen` für sozial Benachteiligte unabhängig ihrer Staatsbürgerschaft und die geforderte Aufenthaltsdauer von acht Jahren kann in der Frage der Integration bestenfalls als Kosmetik betrachtet werden!" Darüber hinaus bedauert es die KPÖ-Wien Vorsitzende, dass "die SPÖ auchbeim Wahlrecht für AusländerInnen auf halben Weg stehen bleibt. Mit der Ankündigung, die Diskussion um das aktive Wahlrecht auf Bezirksebene zu beginnen, bleibt nicht nur die Gemeindeebene ausgespart, sondern es wird so weiterhin keine KandidatInnen ohne österreichische Staatsbürgerschaft bei Kommunalwahlen geben können. Denn vom passiven Wahlrecht ist nach wie vor keine Rede." Der De-facto-Ausverkauf der größten österreichischen Bank und ihrer Wirtschaftsbeteiligungen - die Bank Austria - spielte offensichtlich nicht die geringste Rolle bei der Wahlveranstaltung, was die KPÖ-WienVorsitzende zur Überzeugung bringt, "dass diese Partei voll im neoliberalen Mainstream mitschwimmt, und somit auch keine ernsthafteAlternative für linksorientierte WählerInnen sein kann!". Rückfragehinweise: KPÖ-Wien, Waltraud Stiefsohn, Fon.: +43 1 214 45 50, E-Mail: wien@kpoe.at
From: Dr. D`Incecco Stefano, a9800454@unet.univie.ac.at RIFONDAZIONE COMUNISTA IN WIEN Antonio Gramsci fundiert vor 80 Jahren das illegale Büro mit anderen antifaschistischen Italienern. Auch Heute ist es notwendig nicht "passiv" gegenüber der Politik zu sein, sondern "aktiv": diskutieren, sich informieren, eine politische Meinung bilden. Am 28. Oktober wird es in Klagenfurt eine Demo geben, die Brüder aus Österreich mit den Brüdern aus Italien so wie aus Europa. Es wird nicht der Akt sein, sondern ein brüderlicher/schwesterlicher Akt sein. Ein anderes Moment wird die Eröffnung eines Diskussion-Forums von "Rifondazione Comunista", in Wien sein. Eine politische so wie eine kulturelle Diskussion ist notwendig wie Wasser in der Wüste. Dr. D`Incecco Stefano, E-Mail: stefano.d'@orange.or.at
From: kaernten@diegruenen.carinthia.at, Karin Fischer,
karin.fischer@gruene.at
Grüne betreiben mit Website "Regierungsmonitoring"
"Rassismus", "Antisemitismus", "Druck auf Medien" sowie "Hetze gegen
Künstler und anders Denkende" aufgedeckt
Unter dem Titel "Regierungswatch" wollen die Grünen ab sofort ein
"Regierungsmonitoring" im Internet betreiben. "Regierungswatch" ist seit
Montag, auf "http://www.gruene.at" über den Link "Watch out!" abrufbar.
Der Schwerpunkt liege bei der Dokumentation "gesellschaftlicher
Auswirkungen blau-schwarzer Politik", wie der Grüne Sozialsprecher Karl
Öllinger bei einer Pressekonferenz erklärte. "Rassismus",
"Antisemitismus", "Druck auf Medien" sowie "Hetze gegen Künstler und
anders Denkende" aufgedeckt.
Im Rahmen ihrer Rolle als Oppositionspartei wollten sich die Grünen mit dem
politischen Klima, mit Zuständen und Vorkommnissen im Land beschäftigen
und damit ihre Kontrollfunktion ausüben, erklärte Öllinger. Bisher seien
ca. 100 Meldungen entweder als Originaltexte oder mit Links zu den
Produzenten der Texte bzw. Aussagen erfasst. Abgedeckt werde damit der
gesamte Zeitraum seit der Regierungsbildung. Mit dieser Dokumentation von
"Vorkommnissen unter Schwarz-blau" sollen Tendenzen wie "Quasi-Zensur"
etwa durch Streichung von Förderungen, "Rassismus", "Antisemitismus",
"Druck auf Medien" sowie "Hetze gegen Künstler und anders Denkende"
aufgedeckt werden.
"Einige solcher Vorfälle sind zum Teil schon wieder vergessen worden", was
die Wichtigkeit einer solchen Dokumentation unterstreiche, meinte
Öllinger. Als Beispiel nannte er eine Aussage des Wiener
FPÖ-Landesparteisekretärs Michael Kreißl. Dieser habe "mit einer gewissen
Deutlichkeit" zu Demonstrationen gegen die Israelitische Kultusgemeinde
aufgerufen, was aber kaum öffentliches Aufsehen erregt habe.
Entschädigungen für Mitglieder der Waffen-SS
Das Hauptinteresse der Internet-Dokumentation liege bei der FPÖ und ihren
Politikern, jedoch seien auch bedenkliche Aussagen von ÖVP-Politikern zu
verzeichnen gewesen. Der ehemalige VP-Bautensprecher und jetzige Präsident
des Österreichischen Kameradschaftsbundes, Otto Keimel, etwa habe im Zuge
der Diskussion über NS-Entschädigungen auch Entschädigungen für Mitglieder
der Waffen-SS gefordert. Ein solcher Ausspruch wäre vor zwei Jahren nicht
widerspruchslos möglich gewesen, ist Öllinger überzeugt. Aber auch von
Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) habe man eine Äußerung
registriert, die auf ein problematisches Geschichtsbild schließen lasse:
"Hitler-Deutschland hat Österreich militärisch überfallen und okkupiert."
Ursprünglich sei geplant gewesen, das Projekt auch von unabhängigen
Experten als Beobachter der Regierung betreuen zu lassen, so Öllinger.
Davon sei man jedoch abgekommen, da Wissenschaftler derzeit selbst unter
dem Druck der Regierung stünden, was etwa durch das anhängige
Gerichtsverfahren gegen den Politologen Anton Pelinka verdeutlicht werde.
Die Grünen bieten ihre Homepage auch als "Meldestelle für blau-schwarze
Umtriebe" an und bitten um Vervollständigung ihrer Sammlung per E-Mail
("regierungswatch@gruene.at").
(APA)
From: The Voice, The_Voice_Jena@gmx.de, angelo.lucifero@hbv-th.de
The VOICE e.V. Africa Forum, Human Rights Group,Schillergäßchen 5, 07745
Jena, Tel.: 03641-665214 / 449304, Fax:03641-423795 / 420270
E-mail: THE_VOICE_Jena@gmx.de
Bankverbindung: Kto.Nr.: 0231 633 905, BLZ: 860 100 90, Postbank Leipzig
Kongreßkoordinator sieht sich mit gerichtlicher Verfolgung und Geldstrafe
in
Höhe von 600.- DM konfrontiert
Cornelius Yufanyi, Mitglied der Menschenrechtsorganisation "The VOICE
Africa
Forum" in Jena und einer der Hauptorganisatoren des Flüchtlingskongreß vom
20. April bis zum 1. Mai (Gemeinsam gegen Abschiebung und soziale
ausgrenzung) wird inzwischen selbst wegen der Organisierung des Kongresses
gerichtlich verfolgt.
Der historische Kongreß, der mit einer Demonstration durch die Straßen
Jenas
gegen Abschiebung und soziale Ausgrenzung endete, zog TeilnehmerInnen aus
40
verschiedenen Ländern aus allen Ecken der Erde an. 600 Menschen nahmen am
Kongreß teil mit einer täglichen Durchschnittsteilnahme von 200 - 250
Menschen.
Der Kongreß wurde von internationalen Gästen, Menschenrechtsaktivisten,
Flüchtlingen und MigrantInnen besucht und von mehr als 50 Organisationen
representiert. The VOICE war unter dem Dach der Karawane für die Rechte
von Flüchtlingen und MigrantInnen der Hauptinitiator und -koordinator in
Verbindung mit dem Internationalen Menschenrechtsverein Bremen und der
Karawane/kein mensch ist illegal-Gruppe Hanau. Der Kongreß wurde
organisiert als Teil des Prozesses, Flüchtlinge und MigrantInnen zusammen
mit UnterstützerInnen aus unterschiedlichen Ländern gegen die Zerstörung
der Herkunftsländer der Flüchtlinge wegen Ausbeutung durch die Reichen in
ihrem Land und der Unterstützung der diktatorischen Regime von westlichen
Ländern, zu vereinen. Der Kampf richtet sich gegen die Festung Europa,
soziale Ausgrezung in Deutschland (Europa), die Probleme von Frauen in der
Immigration, gegen Abschiebung und für einen absoluten Abschiebungsstop.
Die meistbetonte Forderung des Kongreß war und ist immer noch die
Abschaffung, des Residenzpflichtgesetzes, das nur für die Flüchtlinge in
Deutschland existiert.
Zu Beginn des Kongresses war The VOICE damit konfrontiert, daß Flüchtlinge,
die am Kongreß teilnehmen wollten durch die Anwendung des
Residenzpflichgesetzes an der Teilnahme gehindert wurden. Trotz eines
Unterstützungsbriefes der Bundesausländerbeauftragten, Marie-Luise Beck,
an alle Ausländerbehörden, der empfahl alle Flüchtlinge an diesem wichtigen
Kongreß in Jena teilnehmen zu lassen, fuhren einige Behörden fort, die
Flüchtlinge an der Teilnahme zu hindern. Dies wurde teilweise durch die
Verweigerung einer Reiseerlaubnis für die Anfragenden bewerkstelligt und
durch Einschüchterungsversuche und Strafandrohungen. Einem teilnehmenden
Flüchtling wurde z.B. mit Abschiebung gedroht. In Rathenow und Cottbus gab
die Ausländerbehörde sogar ein Kommuniqué des Brandenburger
Innenministeriums bekannt, mit dem Auftrag keine Reiseerlaubnisse für
Flüchtlinge auszustellen, die am Kongreß teilnehmen wollen.
Cormlius Yufanyi, aktives Mitglied von The VOICE Africa Forum und
Organisator des Kongresses und wohnhaft im Landkreis Eichsfeld (Thüringen),
erhielt ebenfalls keine Reiseerlaubnis seiner Ausländerbehörde. Die
Begründung hierfür war, daß er nur einmal im Monat das Recht habe, eine
Reiseerlaubnis zu bekommen und er diese Möglichkeit bereits ausgeschöpft
hätte. Der Vertreter der Ausländerbehörde, Herr Schäfer, beschuldigte
Cornelius sogar, seinen Landkreis ohne Erlaubnis verlassen zu haben, um für
den Kongreß in Jena vorzubereiten und anderen politischen Aktivitäten
nachzugehen und er bräuchte keine Erlaubnis um das noch einmal mehr tun zu
können. Es ist unglaublich zu hören, das Cornelius Yufanyi, der
Einladungsbriefe für internationale Gäste aus Großbritannien und anderen
Länder geschrieben hat, die Visas bekommen haben, um am Kongreß teilnehmen
zu können, selbst von den deutschen Autoritäten untersagt wurde an dem
Kongreß, den er organisiert hat teilzunehmen. Mit dieser Ohrfeige nahm er
am Kongreß ohne Reiseerlaubnis teil und half sogar diese "Illeglität" in
Jena während des Kongresses zu veröffentlichen.
Am 28. April, acht Tage seit Beginn des Kongresses, wurde ein Artikel in
der
regionalen Tageszeitung "Thüringer Allgemeine" mit einem Interview
Cornelius
' über den Kongreß und seiner Kritik über die deutsche Asylpolitik, mit
Schwerpunkt auf dem Residenzpflichtgesetz, veröffentlicht. Dieser Artikel
wurde vom Vertreter der Ausländerbehörde, Herr Schäfer, kopiert und zur
Landespolizei geschickt, die Cornlius einige Wochen später zu einer
Befragung lud. Nach einer Verständigung zwischen seinem Anwalt und der
Polizei, verhängte das Amtsgericht eine Geldstrafe in Höhe von 600.- DM.
Gepaart mit einer Polizeiverhaftung (Cornlius verbrachte sechs Stunden im
Gefängnis) im Juni letzten Jahreswährend eines Karawane Hunherstreiks "für
Gerechtigkeit" in Köln, um gegen den G7/G8 Gipfel zu protestieren, wurden
Cornelius Yufanyi 98.- DM Geldbuße wegen Verlassen seines Landkreises nach
Köln nach Verweigerung der Reiseerlaubnis auferlegt. Hinzu kamen 11.- DM
Briefporto des Gerichts; er schwur, in Zukunft niemals die Strafen zu
bezahlen, die mit dem Residenzpflichtgesetz in Verbindung stehen. Er sagt,
niemals für seine Bewegungsfreiheit zu bezahlen, die ein Geburtsrecht ist.
Ebenfalls hat er geschworen, nie mehr nach einer Reiseerlaubnis, um seinen
Landkreis zu verlassen, zu fragen.
Wegen seinem Trotz und der Ermunterung gegen dieses rassistische Gesetz
vorzugehen und es bekannt zu machen und als Teil der Strategie des
deutschen
Staates den zivilen Ungehorsam, zu dem von den TeilnehmerInnen des
Kongresses aufgerufen wurde, niederzuwerfen, wurde Cornelius Yufanyi zu
einer Anhörung am 12. Oktober diesen Jahres vor Gericht bestellt. Das
bedeutet eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr oder die Abschiebung aus
Deutschland.
Bitte senden sie Faxe, rufen Sie an oder schreiben Sie einen Brief an das
Amtsgericht/Ausländerbehörde Eichsfeld, in dem Sie ihre Unterstützung für
Herrn Cornlius Yufanyi in seiner Entscheidung, keine Geldstrafe in
Verbindung mit der Residenzpflicht zu bezahlen bekunden. Bitte machen Sie
auch ihre Unterstützung für die Kampagne des zivilen Ungehorsams gegen
dieses Flüchtlingsgesetz deutlich. Fordern Sie bitte auch die Abschaffung
dieses Apartheidgestzes, das Flüchtlinge auf bestimmte Areale, meist im
Wald, beschränkt. Eine Kopie ihres Protestfaxes/-briefes senden Sie bitte
an
The VOICE Africa Forum, Jena.
Kerstin Gierth
Gerichtsadresse:
Ausländerbehörde adresse
Amtsgericht Worbis
Landratsamt
Ohmbergstraße 48
Ausländerbehörde Eichsfeld
37339 Worbis
Friedensplatz 8
Tel: 036074/7620 or 762 64
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefax: 036074/76210
Tel: 03606/650-138
Aktenzeichen : 403 Js 51861/00 (1 Cs)
Fax: 03606/650-282
NIE MEHR WEGSEHEN !
Aufruf an die deutsche Bevölkerung:
Die Situation, die sich für viele nichtdeutsche Menschen in unserem
Sozialstaat teils außerhalb des Blickes der Öffentlichkeit abspielt, ist
grauenhaft. Mitmenschen werden ausgegrenzt, isoliert und mißhandelt,
gleichzeitig unterliegen sie einer besonderen Gesetzgebung, die diese
abschreckende Lebenslage noch verstärkt. Eines dieser Gesetze ist die
sogenannte Residenzpflicht, die Flüchtlinge und Asylbewerber auf einen
Landkreis beschränkt, den sie nur in Ausnahmefällen mit einer
Reiseerlaubnis
verlassen dürfen. Ansonsten machen sie sich strafbar und müssen mit hohen
Geldstrafen, Gefängnis oder gar Abschiebung rechnen.
Liebe Mitmenschen, gerade wir mit unseren besonderen Vergangenheit, der
Verantwortung für zwei Weltkriege und dem Holocaust dürfen nicht wegsehen,
Tatsachen dürfen nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden. Wir müssen
aus
den Erfahrungen unserer grausamen Vergangenheit lernen und
NEIN sagen zu jeglicher Form von Verfolgung
NEIN sagen zu rassistischen Gesetzen und deren Ausübung
NEIN sagen zu Isolation und Ausgrenzung
NEIN sagen zu Faschismus !
Es kann keinen Frieden ohne Gerechtigkeit geben und wir können hier in
Deutschland nicht in Frieden leben, solange in unserem Land Nichtdeutsche
verfolgt, unterdrückt und mißhandelt werden. Und wer denkt, es gehe ihn
nichts an, der irrt. Denn wer schweigt, stimmt zu. Jeder Mensch ist
verantwortlich für sein Handeln und somit sind wir verantwortlich, was in
unserem Land vor sich geht. Wir müssen aufstehen und aktiv werden für
Gerechtigkeit und menschliche Würde. Aber unter den jetzigen Bedingungen
sollten wir uns schämen, Deutsche zu sein. Wir wollen in Frieden leben, wie
alle Menschen in diesem Land. Jeder Mensch hat ein Recht auf
Selbstbestimmung und Würde.
Aus diesem Grund haben viele Flüchtlinge in Deutschland beschlossen, nicht
mehr für ihr von Geburt gegebenes Recht auf Bewegungsfreiheit um Erlaubnis
zu fragen und planen eine große gemeinsame Aktion des zivilen Ungehorsams
am Tag der deutschen Einheit, dem 3. Oktober 2000 in der Stadt der
Weltausstellung Hannover, an der auch die Herkunftsländer der Flüchtlinge
in
positivem Licht erstrahlen.
Eine gute Woche später, am 12. Oktober, hat Cornelius Yufanyi,
Menschenrechtsaktivist der Flüchtlingsselbstorganisation The VOICE, eine
Anhörung vor dem Amtsgericht Worbis, da er sich weigerte, eine Geldbuße von
98.- DM wegen Verlassen des Landkreises zu bezahlen. Inzwischen ist die
Summe auf 600.- DM angestiegen und eine Gefängnisstrafe und drohende
Abschiebung aus Deutschland sind absehbar, wenn kein öffentlicher Druck
hergestellt werden kann. Yufanyi ist der erste Asylbewerber, der die
Strafzahlung verweigert und offen dazu steht. Deswegen ist es von
besonderer
Bedeutung, ihn auf dieser politischen Gerichtsverhandlung zu begleiten, ihn
zu unterstützen und für die Abschaffung des Residenzpflichtgesetzes mit
einer Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude einzutreten. Die Verhandlung
beginnt um ...Uhr, zur Kundgebung treffen wir uns um ...Uhr. Briefe und
Faxe
an das Amtsgericht Worbis im Vorfeld sind hilfreich. Die Adresse steht auf
der Rückseite.
Für weitere Informationen stehen Euch The VOICE Africa Forum e.V. in Jena
und Göttingen zu Verfügung. Bitte schickt auch eine Kopie Eures
Protestbriefes an die genannten Adressen, um bessere Einschätzungen zu
gewährleisten.
Gerichtsadresse:
Amtsgericht Worbis
Ohmbergstr. 48
37339 Worbis
Tel.: 036074 / 7620 oder 76264
Fax: 036074 / 76210
Aktenzeichen: 403 Js 51861/00 (1Cs)
The VOICE Jena
Schillergäßchen 5
03745 Jena
Tel.: 03641 / 665214 oder
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Handy Osaren: 0170 /
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The VOICE Göttingen
c/o AK Asyl
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Bankverbindung: Kto.Nr.: 0231 633 905, BLZ: 860 100 90, Postbank Leipzig
Congress Co-ordinator to face prosecution and pay 600 Marks.
Cornelius Yufanyi, a member of The VOICE Africa Forum, Jena, and one of the
main organisers of the Jena Refugee Congress from 20th April to 1st
May(Unite against deportation and Social Exclusion) is already being
prosecuted for organising the congress.
The historic congress which ended with a demonstration against deportation
and social exclusion through the streets of Jena drew participants from 40
different countries from all the corners of the earth. 600 people
participated in the Congress as a whole with an average participation of
200-250 people daily.
The Congress was attended by international guests, human rights activists,
refugees and migrants with more than 50 Organisations represented. The
VOICE
under the umbrella of the Caravan for the rights of refugees and migrants
was the main initiator and co-ordinating Organisation of this Congress in
connection with the International Human Rights Organisation Bremen and the
Caravan/kein Mensch ist Illegal group Hanau. This was done as part of the
process of uniting refugees and migrants together with supporters from
different countries against the destruction of the refugees' countries
through exploitation of their riches and support of the dictatorial regimes
by the western countries. The fight against the fortress Europe, social
exclusion in Germany (Europe), the problems of women and immigration, and
against deportation and total deportation stop. The most stressed demand
of the Congress was and still is for the abolition of the Residence
Obligation
Pass law which exist only for refugees in Germany.
In the beginning of the Congress, The VOICE was confronted that refugees,
who wanted to participate in the Congress, through the implementation of
the Residence Obligation Law were prevented from attending. In defiance to
a
letter of support written by the speaker of the federal
Ausländerbeauftragten, Marie-Luise Beck, to all the foreign offices
recommending them to permit the refugees to attend this very important
congress in Jena, some still went ahead to prevent the refugees from
participating. This was done partly by refusing to give permissions to
those
who asked, intimidation attempts, penalty threats, with an example from one
refugee participant who was threatened with deportation. In Rathenaw and
Cottbus, the foreign offices even disclosed a communiqué from the
Brandenburg Inner ministry, ordering them not to give any permission to
refugees who wanted to participate in the Congress.
Cornelius Yufanyi, an active member of The VOICE and organiser of the
Congress who lives presently in the Eichsfeld district (Thueringia State),
was also refused permission by his foreign office in Heiligenstadt. The
reasons were that he is entitled to permission only once a month and he had
already exploited this opportunity. The representative of the foreign
office, Mr Schäfer, even accused Cornelius of leaving his district without
permission to prepare for the congress in Jena and other political
activities and he does not need permission to do it once more. It is so
unbelievable to hear that Cornelius Yufanyi who wrote invitation letters
for
international guests from the UK and other countries, who were given Visas
to participate in the Congress could not be allowed by the German
authorities to take part in a congress which he organised. With this slap
in the face, he attended the congress without permission and even helped to
publicise his "illegality" in Jena during the Congress.
On the 28th of April, 8 days through the Congress, an article was published
in the regional Newspaper "Thüringer Allgemeinen" stating an interview with
Cornelius about the congress and his criticism of the German asylum
politics, laying emphasis on the abolition of the Residence Obligation law.
This article was copied by the representative of his foreign office, Mr
Schäfer and given to the district Police who invited Cornelius a few weeks
after the congress for questioning. After communication between his lawyer
and the police, the lower district court sentenced Cornelius with a fine of
600 Marks. Coupled with a first police arrest (where Cornelius spent 6
hours
in jail) in June last year during the Caravan hunger strike "for Justice"
in
Köln protesting the G7+Russia summit, Cornelius Yufanyi was fined 98 Marks
for leaving his district to Köln after being refused permission and also 11
Marks for postage expenses by the court; he has vowed never to pay any of
these fines and also any future fine that concerns Residence Obligation. He
says he will never pay for freedom of movement which is his birth right. He
has also sworn never to ask for permission again before leaving his
district.
Due to his defiance and determination to go against and expose this racist
law, and as part of the strategy of the German state to crack down the
Civil
disobedience called by the participants of the Caravan congress, Cornelius
Yufanyi has been ordered for a hearing in court on the 12th October this
year. This means a prison sentence of up to 1 year or deportation from
Germany.
Please, send faxes, phone or write a letter to the lower district court
expressing your support for Mr Cornelius Yufanyi in his decision not to pay
any penalty concerning the Residence Obligation Law and also expressing the
support for the campaign of Civil disobedience of this law by refugees.
Also
demand the abolition of this apartheid law which confines refugees to
particular areas, mostly in the forest. Also send a copy of your protest
fax/letter to The VOICE Africa Forum, Jena.
Kerstin Gierth
Court address
Ausländerbehörde adresse
Amtsgericht Worbis
Landratsamt
Ohmbergstraße 48
Ausländerbehörde Eichsfeld
37339 Worbis
Friedensplatz 8
Tel: 036074/7620 or 762 64
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefax: 036074/76210
Tel: 03606/650-138
Aktenzeichen : 403 Js 51861/00 (1 Cs)
Fax: 03606/650-282
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrter Herr Innenminister Köckert,
12.09.2000
Wir protestieren gegen die Abschiebung von Alain-Georges Dongmo nach
Kamerun!
Alain-Georges Dongmo soll nach Kamerun abgeschoben werden, obwohl sein
Asylverfahren noch nicht beendet ist.
Jährlich werden ca. 30 000 Asylsuchende abgeschoben. Auch Asylbewerber aus
Kamerun erwartet die Ablehnung politischen Asyls. In dieser Situation
befindet sich Alain-Georges Dongmo, der 1997 in Deutschland Asyl suchte, da
ihm aufgrund politischer Aktivitäten in Kamerun die Inhaftierung drohte. Er
beteiligte sich vor seiner Flucht an Demonstrationen der SDF (Social
Democratic Front), in der er auch Mitglied war. Der Protest richtete sich
gegen den Wahlbetrug des kamerunischen Präsidenten, Paul Biya, und der
Regierungspartei CPDM (Demokratischer Zusammenschluß des Volkes von
Kamerun). Das Wahlrecht für alle Bürger und Bürgerinnen sowie der
Regierungswechsel wurden gefordert.
Alain-Georges Dongmos Bekanntheit in den Medien und seine politische
Aktivität erhöhen das Risiko, nach seiner Rückkehr in Kamerun mit
Repressalien konfrontiert zu werden.
In Kamerun werden Oppositionelle von Sicherheitsbehörden verfolgt,
teilweise misshandelt und ohne Gerichtsverhandlungen inhaftiert.
Oppositionelle Aktivisten, die bereits ihr Recht auf freie Meinungsäußerung
wahrnehmen, müssen mit dieser Behandlung rechnen. Zahlreiche Fälle von
kritischen Journalisten etablierter Zeitungen, die wegen "Verleumdung
Haftstrafen erhielten, sind bekannt geworden. Die Situation in den
Gefängnissen ist aufgrund der fehlenden Versorgung mit Lebensmitteln und
Medizin, sowie wegen Gewaltanwendungen gegenüber den Häftlingen z.T.
lebensbedrohlich.
1999 starben mindestens 30 Häftlinge allein im New-Bell-Gefängnis in
Douala.
Abschiebung bedroht die Freiheit der Person. Viele Abgeschobene werden im
Herkunftsland aufgrund ihres Asylantrages inhaftiert oder verhört. Eine
Inhaftierung ist oft mit Misshandlungen verbunden. Menschen werden den
lebensbedrohlichen Bedingungen, vor denen sie geflüchtet sind, wieder
ausgesetzt.
Alain-Georges Dongmo setzt seine politische Arbeit im Exil fort. Er ist
aktiv bei "The VOICE Africa Forum", bei der Kampagne "Freiheit für die
politischen Gefangenen in Kamerun", bei der "Karawane für die Rechte der
Flüchtlinge und MigrantInnen" und der "Human Rights Defence Group of
Cameroon" (Organisation zum Schutz der Menschenrechte in Kamerun).
Alain-Georges Dongmos politisches Engagement in Deutschland für die
Freiheit politischer Gefangener in Kamerun stellt die undemokratische
Vorgehensweise bloß, die das Regime gegen Paul Biyas politische Gegner
anwendet. In Hinblick auf den Umgang mit Oppositionellen ist Kamerun als
eines der undemokratischsten Länder bekannt. Dies unter anderem wegen der
Misshandlung politischer Gefangener und Kritiker unter der Diktatur Biyas
seit nunmehr mehr als 15 Jahren. Diese Tatsache wird auch durch den
Bericht von Amnesty International und Menschenrechtsorganisationen
bestätigt.
Keine Abschiebung von Alain-Georges Dongmo!
An Herrn Innenminister Christian Köckert, Steigerstrasse 24, 99096 Erfurt,
Wir protestieren gegen die Abschiebung von Alain-Georges Dongmo nach
Kamerun!
Alain-Georges Dongmo muss die Möglichkeit gegeben werden, sein
Asylverfahren
in Deutschland zu Ende zu führen.
Alain-George Dongmos Asylantrag und sein Schutz vor Abschiebung sind von
allgemeinem Interesse für alle Flüchtlinge aus Kamerun in Deutschland.
Bitte schreiben Sie unter der Angabe des Geschäftszeichens 2290230-262
Protestbriefe an den Innenminister von Thüringen, Herrn Christian Köckert
und an das Verwaltungsgericht in Gera, um die Abschiebung Alain-George
Dongmos zu verhindern und seinen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen.
Die öffentliche Unterstützung seiner politischen Aktivitäten im Exil ist
wichtig, damit sein Asylantrag angenommen wird.
- Innenminister von Thüringen, Christian Köckert,
Steigerstrasse 24, 99096 Erfurt, Tel: 0049-361-37 93 100 Fax: 0049-
361-3793111
Verwaltungsgericht Gera ,Geschäftszeichen:4 K 20254/00 GE Hainstraße 21,
07545 Gera, Fax: 0365-8339100
Name Organisation
Adress Unterschrift
An Herrn Innenminister Christian Köckert, Steigerstrasse 24, 99096 Erfurt,
Wir protestieren gegen die Abschiebung von Alain-Georges Dongmo nach
Kamerun!
Alain-Georges Dongmo muss die Möglichkeit gegeben werden, sein
Asylverfahren
in Deutschland zu Ende zu führen.
Alain-George Dongmos Asylantrag und sein Schutz vor Abschiebung sind von
allgemeinem Interesse für alle Flüchtlinge aus Kamerun in Deutschland.
Name und Organisation
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From: schnittpunkt@gmx.at Aussendung des Czernin Verlages Wiener Stadtschulratspräsident Kurt Scholz sagt kurzfristig Buchpräsentation wegen geplanter Teilnahme des nigerianischen Schriftstellers Obiora C-Ik Ofoedu ab. Wien. Eine Woche vor der für 25. September in den Amtsräumen des Wiener Stadtschulrates vorgesehenen Präsentation des Buches "Fremde unter Fremden ? Lebenswelten von Wiener Hauptschülern" hat der Präsident des Stadtschulrates für Wien, Kurt Scholz, die Abhaltung der Veranstaltung abgesagt und den Czernin Verlag schriftlich ausgeladen. Scholz, der zu dem von Wiener Hauptschülerinnen und Hauptschülern unter Anleitung von Ingrid und Christian Mitterecker vefa?ten Buch hätte sprechen sollen, begründete seine kurzfristige Ausladung mit der Teilnahme des nigeranischen Schriftstellers Obiora C-Ik Ofoedu. Scholz in einem heute - 18. September 2000 - an den Czernin Verlag gerichteten Schreiben: "Dem von Ihrem Verlag gedruckten Einladungstext, der mit meinem Büro nur hinsichtlich meiner Teilnahme abgesprochen wurde, entnehme ich nun, dass dabei ein Beitrag einer Persönlichkeit vorgesehen ist, gegen die derzeit ein Strafverfahren anhängig ist. Diesem Vortrag kann ich ? auch im Hinblick auf die Schwere und Art der strafrechtlichen Vorwürfe und das zu erwartende Schüler- und Elternpublikum nicht zustimmen." Bekanntlich läuft gegen Obiora C-Ik Ofoedu ein Strafverfahren wegen des Verdachtes der Geldwäsche. Der Schriftsteller und Lyriker war vergangenes Jahr im Zuge einer gro? angelegten Razzia verhaftet und von den Sicherheitsbehörden zu einem "Drogenbo?" stilisiert worden. Dieser Verdacht fiel allerdings rasch in sich zusammen. Die Sorge des Stadtschulratspräisdenten wegen der Teilnahme Ofoedus "kommt reichlich spät und kann eigentlich nur durch politische Interventionen zustande gekommen sein", erklärt Verleger Hubertus Czernin zu der Ausladung. Der Stadtschulratspräsident hatte bereits Ende August vom Verlag das Buch erhalten. Darin findet sich auch ein Beitrag von Ofoedu. "Das hat ihn offenbar nicht gestört", so Czernin. Am 11. September besprach Scholz dann mit den Herausgebern Ingrid und Christian Mitterecker den Ablauf der Buchpräsentation. Ein Teil des Gesprächs betraf das Schicksal des nigerianischen Schriftstellers, ohne dass Scholz auch nur einen einzigen Einwand gegen dessen Teilnahme vorbrachte. Scholz sprach dabei mit Sympathie und Verständnis für die Situation der schwarzafrikanischen Bevölkerung in Österreich. Verleger Czernin abschlie?end: "Ich bedauere die Entscheidung des Wiener Stadtschulratspräsidenten. Nicht nur, weil er damit die eindrucksvolle Arbeit von in- und ausländischen Schülerinnen und Schülern diskreditiert, sondern weil sie in dem ohnehin allgegenwärtigen Klima xenophober Vorverurteilungen Wasser auf die Mühlen der Fremdenfeindlichkeit insbesondere gegen Schwarzafrikaner bedeutet. Etwas mehr Rückgrat hätte Herrn Scholz nicht geschadet." Rückfragen an: Czernin Verlag, 01-5120132 oder hczernin@eunet.at Ingrid und Christian Mitterecker (Hg.): Fremde unter Fremden. Lebenswelten von Wiener Hauptschülern. Mit einem Vorwort von Gerhard Rühm. 208 Seiten. Wien, September 2000. öS 268,-
From: HOSI Wien, office@hosiwien.at Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien begrüßt Vorschlag für eine EU-Menschenrechtsagentur und einen EU-Menschenrechtskommissar § 209 StGB erster potentieller dringlicher Fall "Die HOSI Wien begrüßt den Vorschlag von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, in der EU eine eigene Menschenrechtsagentur und einen eigenen Menschenrechtskommissar zu installieren", kommentiert HOSI-Wien-Obfrau Waltraud Riegler diesen höchst erfreulichen Vorstoß. "Die menschenrechtswidrige Bestimmungen des § 209 StGB (höheres Mindestalter für homosexuelle Handlungen unter Männern) wäre sicherlich eine der ersten und gröbsten Menschenrechtsverletzungen, mit denen diese beiden Einrichtungen dann zu befassen wären". "Allerdings", betont HOSI-Wien-Obmann Christian Högl, "müßten diese beiden Einrichtungen dann aber auch die Kompetenz haben, Mitgliedsstaaten unter ultimativer Androhung von Sanktionen dazu zu zwingen, erkannte Menschenrechtsverletzungen zu beenden. Eines neuen Gremiums, das nur Empfehlungen abgeben kann, bedarf es nicht. Denn davon gibt es bereits genug." So hat etwa 1998 der UNO-Ausschuß für Menschenrechte Österreich ausdrücklich aufgefordert, den menschenrechtswidrigen § 209 abzuschaffen. ÖVP und FPÖ haben dies dennoch bisher verhindert. Schon 1997 hatte die Europäische Menschenrechtskommission in einer britischen Beschwerde festgestellt, daß jegliche unterschiedliche Mindestaltersgrenze zwischen homo- und heterosexuellen Beziehungen eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention darstellt. Geschehen ist auch damals in Österreich nichts. Im Gegenteil: Wider besseres Wissen haben ÖVP und FPÖ im Juli 1998 mit ihrer Mehrheit im Nationalrat verhindert, den Konventionsverstoß § 209 aus dem Strafrecht zu streichen. Gezeichnet: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ? 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs. Rückfragehinweise: Waltraud Riegler, Tel. 408 06 95-20; Christian Högl: 0664-18 11 038; Kurt Krickler: 0664-57 67 466; office@hosiwien.at; www.hosiwien.at
From: Botschaft der Besorgten BürgerInnen, e.kernbauer@utanet.at Presseerklärung "Aufgrund des Berichtes der drei von der EU eingesetzten Experten über die österreichische Bundesregierung und die Natur der FPÖ erwachsen unserem Land Verpflichtungen, die es aus seiner Selbstachtung als demokratischer Staat heraus zu erfüllen hat. Die BBB stellt aufgrund der innenpolitischen Vorgänge seit der Veröffentlichung des Expertenberichtes folgendes fest: Die Beschreibung der politischen Natur der FPÖ als rechtspopulistische Partei mit radikalen Elementen, die nichts gegen andauernden zweideutigen Sprachgebrauch durch ihre Spitzenpolitiker unternimmt, der geeignet ist, als fremdenfeindlich oder sogar rassistisch interpretiert zu werden, und der für viele Beobachter einen nahe an nationalsozialistische Aussagen herankommenden Unterton enthält, entspricht den Tatsachen. Es ist das derzeit größte ungelöste Problem der österreichischen Demokratie, daß eine Partei mit dieser Beschreibung an der Regierung ist. Vor dem Hintergrund der österreichischen Vergangenheit empfinden wir, als Teil der neu entstandenen österreichischen Zivilgesellschaft, diesen Zustand als unerträglich. Die FPÖ zeigt keine Anzeichen eines Wandels, im Gegenteil: Spitzenfunktionäre dieser Partei tragen ihre Befriedigung über diese Einschätzung der politischen Natur der FPÖ offen zur Schau und kündigen für die Bundeshauptstadt einen Wahlkampf an, in dem das Ausländerthema wieder zum Stimmenfang eingesetzt werden soll. Die Exponenten der FPÖ zeigen sich unbelehrbar in ihrem Kurs, während alle anderen Regierungsangehörigen dazu schweigen. 2. Der demokratiepolitische Mißstand, daß der frühere Parteianwalt der FPÖ das Justizressort leitet und diese Besetzung durch eine gleichzeitige Klagewelle gegen Wissenschaftler, Journalisten und Medien das Vertrauen in die österreichische Justiz untergräbt, wird von beiden Regierungsparteien nicht als solcher wahrgenommen, sondern negiert. Dies gibt Anlaß zu großer Besorgnis in bezug auf die Meinungs- und Medienfreiheit in Österreich. 3. Die österreichische Regierung deutet den Bericht der 3 Experten als Musterzeugnis für sich um. Dabei läßt sie jedoch außer acht, daß sie auch eine Mitverantwortung dafür trägt, wie Spitzenpolitiker einer Regierungspartei, die nicht ad personam in der Bundesregierung sitzen, agieren. Regierungsmitglieder, die zu bedenklichen Aussagen oder Entwicklungen innerhalb einer Regierungspartei schweigen, scheinen diese in den Augen der Öffentlichkeit zu billigen. Die BBB kann bis zum heutigen Tag keinerlei Anzeichen dafür erkennen, daß die Regierung ihre eklatanten demokratiepolitischen Defizite erkennt, noch gewillt ist, diese zu beheben. Weil die österreichische Bundesregierung ihren demokratiepolitischen Verpflichtungen nicht nachkommen will, sieht sich die BBB als Teil der österreichischen Zivilgesellschaft umso mehr verpflichtet, ihren sichtbaren Protest am Ballhausplatz 1a aufrechtzuerhalten, solange die FPÖ an der Regierung beteiligt ist." Botschaft der Besorgten BürgerInnen, Wien, 17. September 2000 Http://www.botschaftbesorgterbuergerInnen.cjb.net/ BotschaftbesorgterBuergerInnen@blackbox.net A-1010 Wien, Ballhausplatz 1 a
From: Lorenz Glatz, lorenz.glatz@blackbox.net "Österreich zuerst" - eine aggressive Angstparole Die "Würde Österreichs"? Angeblich geht jetzt "ein Aufatmen durch das Land": Die "Sanktionen" der EU-14 sind aufgehoben. Obwohl die Maßnahmen im wesentlichen sehr symbolisch waren und für die Bevölkerung keine Auswirkungen hatten, wurden sie von der Regierung als "causa prima", als schwerwiegende Schädigung "Österreichs" behandelt und bekämpft. Eigentlich war es ein unvergleichlich schwerwiegenderer Eingriff in die Existenz Österreichs als selbständiger Staat, als Ende Juli mit der Bank Austria die bei weitem größte Bank des Landes ihre Fusion mit der zweitgrößten Deutschlands, der "Hypo Vereinsbank" bekanntgab - angesichts des Kräfteverhältnisses freilich eine "Fusion" der Maus mit der Katze. Trotzdem alarmierte dieser Schritt die "Beschützer" Österreichs kaum. Noch weniger tat dies gleich darauf der Verkauf der staatlichen Postsparkasse an die zum Konzern der Bayrischen Landesbank gehörende BAWAG. Die "Gefahr des Verlustes der inländischen Befehlsgewalt über die wichtigsten Wirtschaftszweige", vor der Wifo-Chef Kramer vor zwölf Jahren noch warnte (Der Standard 15.12.88) hat - anders als die EU-"Sanktionen" für die Bewahrer unserer nationalen Würde keine Schrecken. Dass die "Internationalisierung" der österreichischen Wirtschaft (vor allem die Privatisierung der verstaatlichten Betriebe) das Land in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer "Verlängerung des deutschen Wirtschaftsraums" gemacht, wie es der ehemalige Kommissionspräsident der EG Gustave Thorn vorausgesagt hatte (Der Standard 28.11.88), ist für die "Österreich zuerst" - Politiker eine normale Entwicklung, ja sie haben sie selber aktiv betrieben. Statt Nationalstaaten... In gewisser Weise haben unsere Politiker damit sogar recht, dass sie von der Wirtschaft die Finger lassen, wenn sie groß auf "national" tun. Denn dass Nationalstaaten der Wirtschaft einen Rahmen setzen, dem blinden Wirken des Markts Regeln auferlegen, dass sie die natürlichen Lebensgrundlagen schützen und der Bevölkerung Mitbestimmung über ihre gemeinsamen Angelegenheiten einschließlich der Wirtschaft und soziale Sicherheit bieten - diese Hoffnungen sind zerronnene Utopie, sind passé, auch für große Staaten wie die USA oder eine Staatenunion wie die EU. ..."Wirtschaftsstandorte" Es gibt nur noch "Wirtschaftsstandorte". Und obwohl jede Fusion und Übernahme Arbeiter und Angestellte auf die Straße wirft, jede technologische Neuerung mehr Arbeit überflüssig macht, als sie neu schafft, werden die "Standorte" von den Politikern aller Ebenen für internationale Investoren mundgerecht zugerichtet - in der Hoffnung, durch besonders "günstige" Bedingungen die Beschäftigung der "eigenen Leute" auf Kosten anderer noch eine Zeit lang zu sichern. Folgsame Politiker in Regierung und Opposition... Vom Standpunkt dieser Vorgaben aus können die Regierungen der EU-14 gegen die österreichische kaum etwas einzuwenden haben. Die Verve, mit der sie sich auf das EU-konforme Werk der sogenannten "Sanierung" und "Reform" gestürzt hat und die Pensionen senkt, die Lebensarbeitszeit verlängert, das Sozialsystem demontiert und die Umwelt nur mehr schützt, wenn das nichts kostet, finden bei der Kommission in Brüssel, in den Zentralen der Banken und Konzerne und auf den Finanzmärkten durchaus Anerkennung. Am Wiener Ballhausplatz konnte man daher zu Recht erwarten, dass dies bei den EU-14 auf Dauer mehr Eindruck machen würde als die Befürchtungen wegen der FPÖ. Die ausländischen Betriebsansiedlungen in Österreich haben heuer jedenfalls beträchtlich zugenommen. Auch die Oppositionsparteien, die Länder, die Gemeinden und die Interessensvertretungen inklusive ÖGB sind - bei allen Streitigkeiten im Detail - grundsätzlich bereit, dieses Programm der Opfer für den "Standort" mitzutragen. Die Börsen und Finanzmärkte haben eine geradezu religiöse Bedeutung bekommen. Sie sind dem Einfluss der Menschen entzogen, die sich dem ganzen Rattenschwanz der sozialen und politischen Folgen der Entwicklungen der Aktien- und Devisenkurse, der diversen Zinssätze und Grundstücksspekulationen ausgeliefert fühlen, sich nur nach Kräften und unter Opfern anpassen können und mit allen Mitteln um die "göttliche Gunst" des Gelds und der Märkte ringen. Das dort herrschende völlig unpersönliche, verrückte Zwangsgesetz, aus Geld mehr Geld zu machen, bestimmt das gesamte gesellschaftliche Geschehen. Es wird als schicksalhaft und unentrinnbar erlebt. Oder aber als Wirken dunkler Mächte und Verschwörer. ...mit nationalen Phrasen Wenn uns also der Bundeskanzler die Privatisierungen (meist gleich Verkauf an internationale Kapitalgruppen), Steuererhöhungen und die tiefen Schnitte im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich als "Reform" und "nationale Kraftanstrengung" verkauft, dann ist "Reform" zu einer gefährlichen Drohung geworden und hat "national" nichts mehr mit Selbstbestimmung von Menschen zu tun. Sehr viel zu tun hat "national" aber mit Abgrenzung und Konkurrenz gegenüber anderen im Kampf um das Wohlwollen des internationalen Kapitals und - damit verbunden - um die Arbeitsplätze. Dieser "Terror der Ökonomie" hat große Auswirkungen auf das politische, ja auf das alltägliche Leben. "Österreich zuerst" ist die dazu passende aggressive Angstparole und infantile Reaktionsweise: Das "Ausland" kritisiert "uns"? - "nationaler Schulterschluss", "Vernaderer" vor Gericht! Arbeitslosigkeit, Sozialabbau? - "Ausländer raus!" Buckeln wenn nötig, treten wenn möglich! Je größer die soziale Unsicherheit in der Gesellschaft, je bedrohlicher die Konkurrenz auf allen Ebenen der Gesellschaft wird, desto mehr wird diese "Logik" propagiert, umso mehr kann sie greifen. Nicht nur die Regierung, auch die Oppositionsparteien schwimmen mehr oder weniger auf dieser Welle, auch wenn sie sich natürlich zugleich als das "bessere Österreich" präsentieren wollen. Dass auch dieses Österreich nicht so viel anders regiert würde, zeigen sowohl die Erfahrungen mit den SPÖVP-Regierungen als auch das offene Liebäugeln von Teilen der SPÖ-Führung mit dem "gemäßigten" Flügel der FPÖ. Dieses Schielen nach rechts außen hat es schon vor der Bildung des Schüssel-Kabinetts gegeben, es hat sich jetzt aber noch verstärkt, seit die FPÖ-Regierungsmitglieder mit Ausnahme des Justizministers von den drei "Weisen" bessere Noten bekommen haben als der allzu laut rülpsende Rest der Partei. Selbstverständlich geht es auch Schlögl und Gleichgesinnten dabei nur um das "Wohl Österreichs". Der "Europagedanke" ist diesen Zuständen gegenüber gewiss kein Fortschritt. Die Gesetze des Dschungels der globalisierten Marktwirtschaft wirken auch auf dieser Ebene: Das Grenzregime und die Fremdenpolitik der Schengen-Länder oder die Überheblichkeit, mit der "Europa" an der Seite des Weltgendarmen USA sogenannte "Schurkenstaaten" niederbombt, zeigen deutlich, dass es sich vielmehr um Nationalismus und Rassismus auf größerer Stufenleiter handelt. Weitermachen bis zum bitteren Ende... Ob in "Österreich" oder in "Europa": Wir sollen ängstlich darauf aus sein, dass wir "so wie bisher" weiterleben und weiter wirtschaften können, auch wenn diese Art zu leben und zu wirtschaften ein paar hundert Kilometer weiter schon die Menschen ins Chaos stürzt und die Präsenzdiener des Bundesheers an der Grenze Jagd auf Männer, Frauen und Kinder machen "müssen", die lieber hier als ausgebeutete von der Polizei gesuchte Illegale leben wollen als auf der verbrannten Erde der Marktwirtschaft ihrer Herkunftsländer zu bleiben. ...oder neue Wege suchen Wir meinen, dass demgegenüber alle diejenigen im Recht sind, die mit der herrschenden Logik brechen wollen. Ist es denn schlecht, wenn junge Leute wenigstens ein paar Stunden pro Woche die Straßen zum Leben zurückgewinnen wollen und dabei im Wortsinn auf eine Regierung pfeifen, die ihnen nicht nur keine Zukunft, sondern schon eine ziemlich graue Gegenwart bietet? Wenn Tausende auf der ganzen Welt nach Kräften die Herren und Damen der Hochfinanz, der Chefetagen und Regierungspalais stören, wo immer sie zusammentreffen, um diesem lebensfeindlichen Geld- und Profitsystem das Leben zu verlängern? Es wird höchste Zeit, dass sich überall und auch hier bei uns Menschen überlegen, wie wir uns Raum für ein Leben schaffen, das nicht von Kaufen und Verkaufen, sondern von Kooperation bestimmt ist. Wie wir die Zumutungen und die immer wieder mörderischen und kriegerischen Folgen der heutigen Denk-, Lebens- und Wirtschaftsweise aufzeigen, gegen sie auftreten und geistig wie praktisch einen Übergang zu Neuem suchen, bevor das zugrundegehende alte System noch mehr Schaden anrichtet. Es ist wohl so, wie es unlängst der US-Theoretiker I.Wallerstein schrieb (Le Monde Diplomatique 8/2000): "Uns steht eine Periode großer politischer Konfusion bevor. Die Politik wird nicht mehr in der Lage sein, die aktuelle Realität wesentlich zu beeinflussen. Da der Verlauf des Übergangs unvorhersehbar ist und sich in wilden bis verrückten Fluktuationen äußern kann, wird jede noch so geringfügige Mobilisierung von enormer Wirkung sein. Wir nähern uns also einer der seltenen Phasen der Geschichte, in denen der freie Wille als entscheidender Faktor wieder zu seinem Recht kommt." Lorenz Glatz (Informationsblatt Österreichische Bewegung gegen den Krieg Nummer 180 http://www.widerspruch.at/oebgdk)
From: lrci@easynet.co.uk >>> WORKERS POWER GLOBAL WEEK E-newswire of the LRCI 17 SEPTEMBER 2000 Subscribe to: newswire@workerspower.com http://www.workerspower.com >> WELCOME TO ISSUE #20 Workers Power Global Week is the English language e-newsletter of the LRCI. To unsubscribe mail to: unsubscribe@workerspower.com. Please forward this to a comrade. IN THIS ISSUE: MELBOURNE S11...PRAGUE S26 PREVIEW... NEXT ISSUE: LIVE FROM PRAGUE >> AUSTRALIA: PROTESTS ROCK WORLD ECONOMIC FORUM Monday 11 September saw Melbourne's Crown Casino surrounded by 10,000 demonstrators. After a short pitched battle, a prolonged blocade of the World Economic Forum meeting managed to stop between 200 ad 400 of the 1500delegates getting through. The next day police retaliated with a mass attackthat left over a hundred injured. Victoria's Labor premier Steve Bracksthrew a party for the robocops. Now the Australian Labor movement is splitdown the middle over Labor and some unions' betrayal of the protest - up to20,000 union members demonstrated against WEF on S12 but - mirroringSeattle - the union leaders managed to keep the union march separate from the blocade at the crucial times. Workers Power Australia was in the thick of the action. For an eyewitness report of S11 and S12 go to http://www.workerspower.com/wpglobal/s11report.html http://www.workerspower.com/wpglobal/s12report.html >> CZECH REPUBLIC: STOP IMF CONVERGENCE BEGINS 35 protesters have been refused entry into the Czech Republic under Draconian border regulations stepped up for next week's protest against the IMF meeting in Prague. Activists' passports have been stamped "no return until 30 September". Despite that up to 20,000 marchers have begun converging on Prague, determined to take the anger of the poor and exploited to the doorstep of this global capitalist jamboree.alsc Workers Power Global Week will be there to report as trade unions, eco-protesters and human rights activists get ready to Stop the IMF. Read the latest reports on: http://www.destroyimf.org/dimfpages/news Meanwhile we are calling on all activists and organisations to sign the call for a global shutdown on 1 May 2001. See what's planned: http://www.destroyimf.org/dimfpages/pragdec.html If you are coming to Prague, join us on the Stop IMF Demo on Saturday 23 September at 1430. Assemble at Tesnov, near Metro Florenc. Workers organisations from across Europe will attend. Join the LRCI contingent. Also - come to our teach ins: 24: LRCI Trade Union Forum Network event and teach-in with trade unions from across Europe. 10.00 - 1300 Kino Eden U Slavie 1, Praha 10 ? Vrsovice How to get there: Trams 4 or 22 ffrom Namesti Miru Metro - one station from Museum on Wenceslas Square. 25: World Revo global anti-capitalist youth gathering 14.00 - 17.00 Kino Eden U Slavie 1, Praha 10 ? Vrsovice How to get there: Trams 4 or 22 ffrom Namesti Miru Metro - one station from Museum on Wenceslas Square. And don't forget S26 - the Global Day of Action. Assemble Namesti Miru and march on the IMF conference centre. If you're not coming follow the events on http://www.destroyimf.org. But if that's jammed (or the editors are temporarily unavailable to update it), try: http://prague.indymedia.org http://www.radiojeleni.cz or any of the protest portal links on the Destroy IMF links page. There will be an anti-IMF protest in your town on S26. Get organised! >> BUILD THE WORLD MARCH OF WOMEN 2000 As part of the World March of Women 2000, women marchers will converge on many cities around the world for mass demos. For more details go to: http://www.ffq.qc.ca/marche2000 Background article: How globalisation intensifies women's oppression: http://www.workerspower.com/wpglobal/womenWP246.html >> CZECH REPUBLIC: ACTIVISTS PREPARE FOR S26 The Czech section of the LRCI has been at the centre of organising for the upcoming protest against the IMF conference in Prague on September 26. For an interview about the background and latest developments in the Czech class struggle go to: http://www.workerspower.com/wpglobal/SOPonS26.html >> SEND MONEY TO THE EAST EUROPE FUND Sections of the League for a Revolutionary Communist International (LRCI) in the Czech Republic and Ukraine urgently need money. Send UK cheques or International Money Orders to Workers Power, BCM Box 7750, London, WC1N 3XX, UK. >> BECOME A CORRESPONDENT FOR WPGW The LRCI has members across the globe - but there are many countries where we have no correspondents. Send us your news and views: newswire@workerspower.com >> NOW FORWARD THIS TO A COMRADE >> NOW FORWARD THIS TO A COMRADE
From: Ludwig Dvorak, office@sj-wien.at Demonstration gegen Justizminister Böhmdorfer Mittwoch, 20.September, 12 Uhr vor dem Justizpalast Der Bericht der drei EU-Weisen wurde von FPÖVP als "Reinwaschung" der Freiheitlichen und der Regierung interpretiert. Das Gegenteil ist der Fall - der Bericht attestiert, was viele Österreicherinnen und Österreicher schon lange erkannt haben: dass die Freiheitlichen die Demokratie in Österreich bedrohen. Als Jörg Haider vorschlug, Oppositionspolitiker einzusperren, weil sie die Regierung im Ausland kritisieren, fand Böhmdorfer - der bis zu seinem Regierungseintritt FPÖ-Anwalt war - den Vorschlag "sicherlich verfolgenswert". Auch nach seinem Ausscheiden aus seiner Kanzlei wird sein Name dort verwendet, um damit Richterinnen und Richter einzuschüchtern. Böhmdorfer steht für die Versuche der FPÖ unbequeme Kritikerinnen und Kritik mit juristischen Mitteln mundtot zu machen - so geschehen beim Politikwissenschafter Anton Pelinka. Dieser bezeichnete Haiders Aussage, die Konzentrationslager der Nazis seien Straflager gewesen als das, was es ist: als Verharmlosung des Nationalsozialismus - und wurde dafür verurteilt. Am Mittwoch, 20. September bringt nun die Opposition im Nationalrat einen Misstrauensantrag gegen Böhmdorfer ein. Die Sozialistische Jugend Wien (SJ-Wien) schließt sich der Forderung nach Böhmdorfers Entlassung aus dem Amt voll inhaltlich an: dieser Mann darf nicht Justizminister bleiben. Deshalb unterstützt die SJ-Wien die Protestaktion am Mittwoch, den 20. September vor dem Justizpalast und ruft zu zahlreicher Teilnahme an dieser Demonstration auf. Verteidigen wir unsere Demokratie gegen die Angriffe der blauschwarzen Regierung! Ludwig Dvorak, Vorstandsmitglied der SJ-Wien
From: Alexandra, alexandra@ceiberweiber.at die total konträren wahrnehmungen von regierung und opposition sieht mensch ganz gut bei den pressekonferenzen zur plenarwoche: http://www.ceiberweiber.at/wahl/18sept.htm - westenthaler & khol, ankündigung, rolle von spö & grünen bei sanktionen zu thematisieren etc.... http://www.ceiberweiber.at/wahl/18sept1.htm - kostelka, u.a., warum es einen misstrauensantrag gegen böhmdorfer gibt.... alexandra
From: Anti-WTO-Koordination Switzerland, cs@t0.or.at Hi all Hereby the invitation and platform for the activities against the World Economic Forum of Davos which will take place in January next year. The international meeting is, as we already anounced, on the 14/15th October in the Social Centre Molino/Lugano. If you have any problems opening the attached files, please write us; we have a MacIntosh computer which might cause problems with RTF files. To subscribe to the antiwef-email-list, send a blank message to antiwefinfo-subscribe@egroups.de We will soon start to communicate essentially with this list. Many greetings, many success in Prague! Anti-WTO-Koordination Switzerland To unsubscribe from this group, send an email to: prag-logistics-unsubscribe@egroups.com More info about S26 and Praha: http://inpeg.ecn.cz and http://x21.org/s26
From: ag3f@oln.comlink.apc.org Polizisten machen Piloten für den Tod eines Abschiebehäftlings in Österreich verantwortlich "KEIN MENSCH IST ILLEGAL" warnt die Lufthansa vor den rechtlichen Folgen des Rechtsstreits und fordert die Beendigung der Abschiebungen durch Fluggesellschaften Der Pilot der Balkan-Air-Maschine, in der am 1. Mai vergangenen Jahres der Nigerianer Marcus Omofuma bei der Abschiebung aus Österreich zu Tode kam, soll dafür strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Das fordert der Rechtsanwalt der Polizisten, die Omafuma gefesselt und geknebelt hatten vor dem Landgericht Korneuburg. Dort läuft derzeit die gerichtliche Voruntersuchung wegen "Quälens eines Gefangenen mit Todesfolge". Der bulgarische Gerichtsmediziner, Professor Stojcho Radanov, bestätigte mit seinem Gutachten, dass Omofuma während der Abschiebung erstickt war und widerlegte die Behauptung der österreichischen Behörden, wonach Omofuma an Herzschwäche verstorben sei. In Österreich gerät damit erstmals die Frage der Verantwortung des Flugkapitäns für den Todesfall bei einer Abschiebung in den Mittelpunkt einer gerichtlichen Untersuchung. "Das wird in der Chefetage der Deutschen Lufthansa mit Sicherheit für Aufregung sorgen", sagt die Münchner Rechtsanwältin und Aktivistin von KEIN MENSCH IST ILLEGAL, Gisela Seidler. "Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass Piloten riskieren, wegen Tötung oder Körperverletzung durch Unterlassung belangt zu werden, wenn sie es hinnehmen, dass Polizisten Abschiebehäftlinge an Bord misshandeln." Der Pilot stehe in einer sogenannten Garantenstellung, d.h., er sei verpflichtet, in derartigen Fällen einzugreifen oder dem Flugpersonal entsprechende Anweisungen zu geben. "Tut er dies nicht", so die Juristin, "macht er sich schuldig - auch im strafrechtlichen Sinn." Für die Fluggesellschaften habe dies erhebliche Konsequenzen, meint Seidler. Schließlich haften sie als Arbeitgeber zivilrechtlich, wenn Piloten bei der Gefahr für Leib und Leben der Passagiere nicht eingreifen. "Fluggesellschaften, sowie jeder einzelne Pilot, sind deshalb gut beraten, Abschiebungen grundsätzlich abzuehnen", sagt die Aktivistin von KEIN MENSCH IST ILLEGAL. "Selbstverständlich kann die Verantwortung des Flugkapitäns nicht dazu herhalten, die Schuld der Polizisten zu mindern. Diese sind aktive Täter und bleiben Hauptschuldige am Tod Omofumas", betont Seidler abschließend. Die Kampagne "kein mensch ist illegal" wurde im Juni 1997 auf der documenta X in Kassel gestartet. In wenigen Wochen schlossen sich mehr als 200 Gruppen und Organisationen, sowie tausende von Einzelpersonen einem Appell an, Flüchtlinge und MigrantInnen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus "bei der Ein- oder Weiterreise zu unterstützen, MigrantInnen Arbeit und Papiere zu verschaffen, medizinische Versorgung, Schule und Ausbildung, Unterkunft und materielles Überleben zu gewährleisten." In den letzten drei Jahren hat sich auf der Basis dieses Appells ein vielfältiges und auf verschiedenen Ebenen arbeitendes Netzwerk entwickelt. Seit März 2000 tritt "kein mensch ist illegal" mit der Kampagne "deportation class - gegen das Geschäft mit Abschiebungen" an die Öffentlichkeit. deportation.class stop! c/o Kölner Netzwerk »kein mensch ist illegal« Siebachstraße 85 50733 Köln Tel. 0172-8910825 http://www.deportation-alliance.com
From: initiative-kurdistan@lycos.com Einladung zur Ausstellungseröffnung XANIYE GEL - Ein kurdisches Dorf in Wien Mittwoch, 20. September 2000, 19.00 Uhr Maria Theresien Platz, 1010 Wien (zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum) Zur Ausstellungseröffnung sprechen oesterreichische und kurdische Gastredner; Konzert des kurdischen Geigers Dilshad Said, Tanz und Cocktail Ausstellungsdauer: 20.-24. September Taeglich geoeffnet von 9.00-22.00 Uhr Veranstalter: FEYKOM-Verband von kurdischen Vereinen in Österreich Ein genaues Programm der Ausstellung (Vortraege, Konzerte, Filme) senden wir Ihnen gerne via mail zu. initiative-kurdistan@mailcity.com
Redaktionsschluß:
18. September, 22.00 Uhr
Fehler möge frau/man mir nachsehen!