widerst@ndMUND vom 06.05..2000
 
 

keil1.gif (893 Byte) 01. ZiviPROTEST
keil1.gif (893 Byte) 02. Anti-Opernballdemo - Eva braucht unsere Unterstützung!
keil1.gif (893 Byte)  03. ASt/GAM-Info
keil1.gif (893 Byte)  04. Afrikaner in Wiener Gefängnis gestorben
keil1.gif (893 Byte)  05. Verstärkte Zusammenarbeit im Web!
keil1.gif (893 Byte)  06. Vorstellung des Romano Centro
keil1.gif (893 Byte)  07. Presseaussendung der Wiener Liberalen
keil1.gif (893 Byte)  08. Die Standesvertretungen fuer bildende Kuenstlerinnen
         und Kuenstler politisch entzweit

keil1.gif (893 Byte) 09. WORKERS POWER GLOBAL WEEK 5 MAY 2000
keil1.gif (893 Byte)  10. BunteZeitung
keil1.gif (893 Byte)  11. zur vernetzung / ot-frisch aus dem netz gefangen
keil1.gif (893 Byte)  12. Überfall auf die sozialarbeit
keil1.gif (893 Byte)  13. Flüchtlingsrat Thüringen e.V.
keil1.gif (893 Byte)  14. Talkshow
keil1.gif (893 Byte)  15. Gegen alle Maennerbuende!
keil1.gif (893 Byte)  16. EIN NEUES KOMITEE!


bild6.jpg (5012 Byte)
Foto: Ceiberweiber
racism kills - stop deportation - spö prepared the ground
 
Editorial


Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Die Beiträge werden von verschiedenen Redaktionsteams
zusammengestellt.
Für die Zusammenstellung dieser Ausgabe verantwortlich:
Susanne Hosek, suho@magnet.at



email-adresse der Redaktion:
Bitte alle Nachrichten, Meldungen, Ideen ... an diese Adresse.

01. ZiviPROTEST
[zurück]


ZiviPROTEST will (angehende) Zivildiener, Lehrlinge, Schüler,
Studenten, Einrichtungen und interessierte LeserInnen über die Situation des
Zivildienstes und des Auslandsdienstes ÜBERPAREILICH und UNABHÄNGIG
informieren und Aktionen und Reaktionen (Texte, Aufrufe) unzenseriert
weiterleiten.
NÄCHSTES UPDATE VON HTTP://WWW.ZIVILDIENST.AT AB SONNTAG, 7. MAI
MIT INOS ZU DEN BUNDESLÄNDER, ...
BITTE VORBEISCHAUEN !!!
ZUM RUNTERLADEN
http://www.zivildienst.at/content/download/Download.htm
Flugblätter für den Zivi-Streik wären noch super. Hat da schon jemand
was entworfen, oder wer macht das? Es gibt auf der Zivi-Webpage jetzt
eine
kleine Download-Section, dort würde ich die ganzen Materialien
hineinstellen. Also mir bitte schicken an: ziviweb@gmx.at

PETITION DER ZIVILDIENER !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ZD-Petition  zum Ausdrucken, Kopieren, Verteilen, Unterschreiben, ...
zum Runterladen:
http://www.zivildienst.at/content/download/Petition.htm

ANSUCHEN UM ZUTEILUNG BINNEN JAHRESFRIST
http://www.zivildienst.at/content/download/Zuteilung.htm
SIEHE AUCH. ZIVI_IN_SPE@GMX.AT

MEDIENTERMIN
Bitte geben Sie uns für diese Woche einen Termin bekannt, zu dem die
Medien in Ihre Einrichtung kommen können. Ziel dieses Medientermines
ist es,
sowohl Ihre Leistungen für das soziale Netz in Österreich als auch die
Einschränkungen, die durch den Wegfall von Zivildienern für Sie
drohen,
an konkreten Beispielen einer breiten Öffentlichkeit darzulegen.
(siehe
Medientermin-Bungis, weiter unten)
Bitte wenden Sie sich betreffs der gemeinsamen Medienarbeit an:
zivi-presse@gmx.at

INFOTISCH
Bitte geben Sie uns einen Termin bekannt, zu dem angehende Zivildiener
(Schüler, Lehrlinge, Studenten) sich über Ihre Einrichtung informieren
und gemeinsam mit Ihnen einen Antrag nach §10 ZDG
(http://www.zivildienst.at/content/download/Zuteilung.htm) stellen
können.
Nur mehr möglich bis 1. Juni!
a.) Termin in Ihrer Einrichtung (vor Ort)
b.) Termin für den Infotisch (gemeinsam mit anderen ZDE aus der
Gemeinde/Bezirk) auf einem öffentlichen Platz in der
Gemeinde/Dorf/Bezirk.

Anmeldung bitte per Email:
zivi-lobby@gmx.at

ARBEITSGRUPPEN
Vernetzung & NPO-Cooperation
zivi-lobby@gmx.at
Bereichssprecher: Dipl.-Ing. Harald Zainzinger
Die Aufgabe dieser Arbeitsgruppe besteht darin, daß wir email Adressen
möglichst vieler Vertrauensmänner oder engagierter Zivildiener
BUNDESWEIT
sammeln, um diese über geplante Aktionen zu informieren.
Zu diesem Zweck sammeln wir alle email-Adressen von Interessenten und
bitten
um Zusendung an: zivi-lobby@gmx.at
Weiters versuchen wir, die Trägereinrichtungen zu einem Mitwirken
unserer Aktivitäten zu bewegen.
mfg,
Zivildiener Plattform Wien
 NPO & Plattform - Vernetzung
Dipl.-Ing. Harald J. Zainzinger
zivi-lobby@gmx.at
http://www.zivildienst.at

ZiviRECHTSHILFEFOND
zivi-fond@gmx.at
Beim Plenum am Dienstag wurde ein ZiviRECHTSHILFEFOND beschlossen.
Ziel:

> Geld für allgemeine Rechtshilfe und insbesondere VfGH-Klage sammeln.
> Zivildienern, die nicht bei der SPÖ klagen wollen, eine Alternative

bieten. http://www.spoe.at/news/zivildiener2.htm

>Verwaltung:
>1.) Walter Mühlbacher; Ex-Zivi, vertaut mit VfGH-Klagen
>2.) Dr.Dipl.Ing. Gerhard Pirngruber; Zivildienstleistender
>3.) Alexander Neunherz (S), für die Bundesländer
>4.) Gerald Svobodnik; für die Plattform als e.V.
>
>Konto-Nummer:92024135
>P.S.K.: 60.000

Bitte melden bei: zivi-fond@gmx.at

ZiviPRESSE
zivi-presse@gmx.at
Die Aufgabenbereiche der Zivi-Presse :
- Verfassen und Versenden von Presseaussendungen - an alle relevanten
Medienvertreter Österreichs (Service auch für Zivis und ZDEs aus den
Bundesländern, bitte immer Kopie schicken)
- Zurverfügungstellung und Koordnination von Interviewpartnern für
Radio/Zeitung/Fernsehen
- Pflege der Kontakte zu Journalisten
- Sammlung von Fotos. Bitte schickt uns Fotos von eurer konkreten
Arbeit
in den Einrichtungen und von den Protesten, denn die werden seitens
der
Medien verlangt!!!
Bei Anregungen etc. bitte e-mail an: zivi-presse@gmx.at

ZIVI_IN_SPE

Es waere unserer Arbeitsgruppe "Kontakt zukuenftiger Zivildiener" ein
Anliegen zu erfahren, wie weit die anderen Bundeslaender
diesbezueglich
schon vorangeschritten sind.
Es ist uns aber gelungen, Stellungsnahmen der
Elternvereinsdachorganisationen (AHS) Tirols, Wiens sowie des
Bundesdachverbandes zu erhalten, die wir gemeinsam mit den
individuellen

Fallbeispielen dem fuer uns zustaendigen Volksanwalt Horst Schender
uebergeben haben.
Im Hinblick auf die naechste Woche stattfindende Aktionswoche, waere
es
guenstig,
diese Anstrengungen zu intensivieren und Elternvereine (selbst auf
Schulebene), insbesondere hinsichtlich des Wegfalls des §10 und der
daraus resultierenden Probleme, um schriftliche Stellungnahme zu
bitten.
Selbiges gilt fuer Studenten-, und Schueler- bzw.
Lehrlingsorganisationen.
Waere ganz gut, wenn es uns gelaenge, einen ganzen Packen  vorweisen
zu
koennen mit Bitte um baldige Rueckmeldung

Georg Schaubmayr
zivi-in-spe@gmx.at
01/968 56 21
01/40 400 25 23 (Dienststelle)

WARNSTREIK I
Liebe Zivi-Aktivisten!

Hurra! Wir haben eine Erfolgsmeldung zu verbuchen! Die Zivis der
Aids-Hilfe-Wien (im Aids-Hilfe-Haus, Mariahilfergürtel 4) werden am
Montag,
8.5. geschlosen streiken!
Möglich wird das durch eine Dienstfreistellung durch die
Geschäftsführung.
Und dass obwohl die AHW anscheinend zu den eher begünstigten
ZD-Einrichtungen gehört (nachbesetzung im Juni ist ziemlich fix, hört
man.
In einer hausinternen ZDL-Versammlung (7 Zivis!) werden wir morgen die
Vorgehensweise am Montag beraten. Wir denken v.a. an ein Flugblatt für
die MitarbeiterInnen/KlientInnen zur Infpo über die Hintergründe des
Streiks.
Unsere Frage: Gibt es da ein vorbereitetes File? wenn ja, bitte
schickt
uns dass, sonst basteln wir halt selber was zusammen!
[http://www.zivildienst.at/content/download/Download.htm ]
Oder gibt's am Montag eine wienweite Streikversammlung?
Gruß, Widerstand
Sebastian Schubert [ sebastianschubert@gmx.at ]
Hannes + Sebastian

8. MAI - WARNSTREIK II
Zivildiener der Bezirksstelle Tulln des Roten Kreuz, Tulln, am 20.
April

2000

Sehr geehrte Redaktion!

Auf Grund der radikalen und nicht nachvollziehbaren Einschnitte in die
(ohnehin schmalen) Bezüge der Zivildiener haben wir und viele andere
Zivildiener anderer Bezirksstellen des Roten Kreuz in Niederösterreich
(mit denen wir in Kontakt sind) uns entschlossen alle nicht unbedingt
notwendigen und dringenden Krankentransporte am 8. Mai nicht
durchzuführen. Außerdem nehmen wir an der Zivildienerdemonstration am
13. Mai teil und werden an Patienten und Institutionen in der Woche
von 8. bis 12. Mai
Flugblättern, die auf unsere Situation hinweisen, verteilen.
Mit diesen Aktionen und mit der Aussendung an Sie erhoffen wir uns die
nötige Medienpräsenz und Aufmerksamkeit, sodass die Öffentlichkeit auf
unser Problem aufmerksam wird.
Wir haben die Unterstützung unserer Bezirksstellenleitung und hoffen
(gemeinsam mit allen Zivildienern) auf ein Einlenken seitens des
Bundesministeriums.
Anbei schicken wir Ihnen eine Kopie eines Briefes, den wir an unsere
Bezirksstellenleitung gesendet haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Peter Trybus
Vertauensmann im Namen der Zivildiener (Rotes Kreuz Tulln)
Wir freuen uns über Feedback - Sie können mich so erreichen:
peter.trybus@gmx.at
Tel.: 0676/7074540

MEDIENTERMIN-BUNGIS
Es ist jederzeit möglich ev. mit kurzer telefonischer Anmeldung (bei
Horst
Langer, Gabriele Huterer oder Christian Pfeiffer alle 03356/7864)
unsere

Einrichtung das malko - Markt Allhauer Kommunikationszentrum, ein
Arbeitsprojekt für behinderte Menschen, wegen der Zivildiener zu
kontaktieren.
Besonders erwähnenswert ist, daß wir vom BMI einen Brief bekamen, daß
wegen der Prioritätensetzung im Sozial-, Behindertenbereich usw. bei
uns keine
Zivildiener im Juni zugewiesen werden können, obwohl wir eine der
größten Behinderteneinrichtungen sind. wir haben 6 bewilligte Plätze
und mit
Juni keinen neuen Zivildiener, was schlicht weg eine Katastrophe ist.

Melden können sich alle Jugendlichen, die noch im Herbst den Dienst
antreten
wollen, mit einigen sind wir auch schon im Gespräch.
Aus dem südlichen Burgenland vom Verein "Behinderte und
nichtbehinderte
gemeinsam im Burgenland - BUNGIS"
Mit lieben Grüßen
Gabriele Huterer
bungis [bungis@magnet.at]

PRIORITÄT DER REALITÄT
Ich denke mir, vor all diesen Forderungen sollte man sich der
wirklichen

sozialenLage, der Zivildienstleistenden ab 1. Juni 2000 annehmen. Hier
an erster Stelle steht für mich die Streichung des Rechtsanspruchs der
Verpflegung und die damit verbundene Frage, wie soll ein zivi ab 1.
Juni

sein Essen und all die anderen Grundbedürfnisse finanzieren? Das soll
keineswegs heißen, daß die Umsetzung dieser  Forderungen nicht gebauso
wichtig wäre, jedoch ist das MOMENTANE Kernproblem meiner Meinung nach
die Verpflegung. Das BMI (Mag. Schneider) teilte mir dazu heute mit,
daß es eine Regelung geben könnte, die vorsieht, mit  nahegelegenen
Gaststätten eine
Art Vollpensionssystem(außer Nächtigung) abzuschließen.
Allerdings, so Mag. Schneider, wird sich das wahrscheinlich bis Juni
leider nicht ausgehen, und das ist laut seiner Aussage "sehr brutal
und eine
harte Nuß". Ich will damit ausdrüchen, daß die soziale Lage der Zivis
für sie
selbst momentan das größte Problem darstellt und es daher das mir
momentan wichtigste Anliegen ist, in diesem Punkt eine Lösung zu
finden,
allerdings nicht auf Basis von Kulanz oder Freiwilligkeit, sondern in
konkreten
Gesetzen bzw. Verordnungen.
Christian Haidenhofer
[ christian.haidenhofer@kfunigraz.ac.at

Subject: Termine 8.-12.5.: Zivildienst
Date: Fri, 05 May 2000 01:29:05 +0200 (METDST)
From: Harald Frassine <terminemoderator@blackbox.net>
Organization: blackbox.net
To: akin.buero@gmx.at, bady.minck@netbase.org, kanal@servus.at,
     marlene@t0.or.at, mayday2000graz@hotmail.com,
     redaktion@ceiberweiber.at, sos@med-user.net, strike@action.at,
     terminemoderator@blackbox.net, widerstand@no-racism.net,
     womensart.connection@chello.at

8. MAI:

bundesweit: (Symbolischer) ZiviWARNSTREIK

I.) SYMBOLISCH
Ganz "normaler" Arbeitstag, aber zusätzlich bundesweit:
a.) Zivildienern tragen den ganzen Tag eine selbstangefertigte
Armbinde
mit
folgendem Text "ZIVI - STREIK"
b.) Zivildiener fangen die Petition unterschreiben (siehe Download
oder
Attached.file) zu lassen.
c.) Zivildiener teilen eigene Info-Folder aus und informieren über die
Leistungen UND Probleme
II.) WARNSTREIK
Wird in Selbstorganisation und -verantwortung der jeweiligen
Zivildiener

(und ihrer Einsatzstellen) durchgeführt. Bitte unbedingt der
ZiviPRESSE:

zivi-presse@gmx.at und zivi-lobby@gmx.at melden.
ZiviRECHTSHILFEFOND: zivi-fond@gmx.at
NÄCHSTES UPDATE VON HTTP://WWW.ZIVILDIENST.AT AB SONNTAG, 7. MAI
MIT INOS ZU DEN BUNDESLÄNDER, ... BITTE VORBEISCHAUEN !!!
ZD-Petition zum Ausdrucken, Kopieren, Verteilen, Unterschreiben, ...
zum Runterladen:
http://www.zivildienst.at/content/download/Petition.htm

ANSUCHEN UM ZUTEILUNG BINNEN JAHRESFRIST Nur mehr möglich bis 1. Juni!
http://www.zivildienst.at/content/download/Zuteilung.htm
Flugblätter für den Zivi-Streik wären noch super. Also mir bitte
schicken an: ziviweb@gmx.at

19:30 Salzburg, Picnic (in der Judengasse)
zweites ZD-Vernetzungstreffen
From: "NG@ Zivildienst (CT)" <zivinfo-ng@chello.at>
Subject: 07-ZiviPROTEST - 04.05.00 Date: 2000-05-04 22:31:51

10. Mai 2000

18:00 Salzburg, Alter Markt
"Zivildiener gehen betteln"

Am 10.5. findet am Alten Markt eine "Bettelaktion" statt. Zivildiener
nehmen Decken und Hüte mit und gehen symbolisch um etwas Geld zum
Essen
kaufen betteln.
Slogan: Wer kann von 43,-- am Tag leben?

11. Mai 2000

18:00 Salzburg, Alter Markt
"Der Zivildienst wird ausgeblutet"

Am 11.5. treffen sich die Zivildiener wieder um 18:00 Uhr am Alten
Markt. Von dort aus geht es dann quer durch die Altstadt. Dabei werden
wiederrum Flyer etc.verteilt.
Einige Zivildiener legen sich dabei auf die Straße und werden mit
roter
Farbe beschüttet. Motto der Aktion: Der Zivildienst wird ausgeblutet.
Stets Aktuelles: www.zivildienst.at/salzburg.htm www.zivi.sub.cc
0699 / 10 58 19 88 salzburg@zivildienst.at

12. MAI

Tag der ZD-Einrichtungen

Mehrere Einrichtungen planen für den 12. Mai von ca. 10.00 bis 18.00
Uhr
in der Innenstadt eine Kundgebung abzuhalten. Andere Einrichtungen aus
Wien sind herzlich dazu eingeladen und können sich per Email bei:
Matthias Kreuzeder - matthias@kreuzeder.at melden. zivi-lobby@gmx.at

13. MAI:

11.00 bis 13.45 Wien 1., Heldenplatz-Wiese
"DAS LETZTE MA(H)L AM HELDENPLATZ"

Die Zivildiener investieren (bei jedem Wetter) ihre letzten
Essensmaken/bons, um gemeinsam mit angehenden, leistenden und
ehemaligen

Zivildienern und UnterstützerInnen, das letzte Mal noch ein
hungerstillendes
Mahl in Form eines Picknick feiern zu können.
Ab 1. Juni ist es damit vorbei!
Mitzunehmen: Essen&Trinken; Petitionslisten; Info-Folders; ...
und um pflegliche Behandlung der Wiese wird gebeten.
-------------DEMONSTRATION---------------
Wie üblich findet am Samstag um 14.oo Uhr eine Demonstration oder
besser

gesagt eine SOUNDPOLITISIERUNG von http://www.volkstanz.net statt.
Jeder

Zivildiener kann natürlich dabei mit machen und seine Transparente und
Fahnen im Takt schwingen. Näheres siehe:
http://www.volkstanz.net/faq.html



02. Anti-Opernballdemo - Eva braucht unsere Unterstützung!
[zurück]
Eva braucht unsere Unterstützung!
Kommt zum Prozess am 9.5. 00 um 9.15 Uhr im Landesgericht 1 Saal 311
(Eingang Wichenburgg. 18-20 / 3. Stock)
Prinzipiell sind Gerichtsverhandlungen öffentlich, die
Verhandlungssäle sind
jedoch meist klein. Wir rechnen mit ca. 20-25 Sitzplätzen im Saal 311.
Kommt bitte trotzdem, Repression - und im besonderen das SEK - braucht
Kontrolle durch die Öffentlichkeit, auf den Gängen bzw. vor dem
Landesgericht ist Platz genug!
Zur Erinnerung, Eva ist einer jener drei Personen, die am 2.3.00 nach
der
Anti-Opernballdemo überfallsartig vom SEK festgenommen und danach in
U-Haft überstellt wurde.

Aus einem Flugblatt der Rechtshilfe

Materialien zum Opernball: www.no-racism.net/opernball.htm



03. ASt/GAM-Info

[zurück]
INFO-MAIL der Gruppe Arbeitermacht NR.1 4.5.2000

Informationen-Berichte-Termine

 Liebe Genossinnen und Genossen,

 das ist die ersten Nummer des Infomails der Gruppe Arbeitermacht.
Neben
Interessenten und Interessentinnen in der BRD senden wir diesen
Infobrief auch an Adressaten des ArbeiterInnenstandpunkts, unserer
österreichischen Schwesterorganisation. Wir wollen den Infobrief in
Zukunft mindestens 14tägig rausbringen, um Euch so mit Informationen
unserer Organisation und über internationale Kampagnen auf dem
Laufenden
zu halten. Mailt uns Eure Kommentare zu! Wir sind für jeden
Verbesserungsvorschlag dankbar. Sollten Freunde und Kollegen von Euch
den Infobrief erhalten wollen, so wendet Euch an gam@arcormail.de. Wir
nehmen Euch dann gern in unseren Verteiler auf.

 Mit solidarischen Grüßen Martin Suchanek (f. d. Gruppe Arbeitermacht)

 Spendet für internationale Arbeit der LRKI !

 Für unsere Arbeit brauchen wir auch Geld. Dafür sind wir auf Förderer
und Spender angewiesen. Internationale Organisation, internationale
Kampagnen, die Unterstützung von Genossen und Genossinnen in Osteuropa
und Asien - all das erfordert nicht nur Enthusiasmus und politische
Klarheit. Es erfordert auch finanzielle Unterstützung.

 Was könnt Ihr tun? - Abonniert unserer Zeitschriften und
Publikationen
(Arbeitermacht und Revolutionärer Marxismus für DM 25,- Jahre inkl.
Porto) - Bestellt eine Förderabo ab DM 60 pro Jahr - Spendet für
unsere
Arbeit!

 Spendenkonto der GAM: Martin Mitterhauser, Postbank-Kontonummer 6475
84-100, BLZ 100 100 10 In Österreich: Konto: 237-112-957/00 Bank
Austria

 Inhalt dieser Ausgabe:

 1.Mai 2000 mit Berichten aus Deutschland, Österreich und London

 IWF an der Arbeit: Angriffe und Gegenwehr in Lateinamerika

 Dokumentation: Flugblatt von GAM und REVOLUTION zum 1.Mai 2000

1.Mai 2000

Berlin Die Ordnung herrscht wieder in Berlin

von Markus Lehner

 Zufrieden verkündete Innensenator Werthebach am "Tag danach" die
Bilanz
der Polizeistreitkräfte. Der Aufmarsch der NPD konnte aufgrund
massiven
Polizeischutzes ungestört ablaufen, die "revolutionäre
1.Mai"-Demonstration dagegen erst total eingeschränkt und dann auch
noch
frontal angegriffen werden. Mit der auf die Polizeiprovokation
folgenden
Eskalation konnte Werthebach außerdem noch sein Lieblingsthema in
"Diskussion" bringen: Die Einschränkung des Demonstrationsrechts.

 Die Gewerkschaften hatten am Vormittag den Demonstrationsreigen
völlig
unpolitisch begonnen. Nicht einmal die ÖTV-Demonstration zeigte
irgendeine Form von Militanz, trotz laufendem Tarifkonflikt und der
ungeheuerlichen Attacke auf die Beschäftigten des Gesundheitssystems
in
Berlin. Klingendes Spiel und Roller-Skates-Gruppen wurden vorgeführt,
während fast gleichzeitig der Aufmarsch der rechten Nazi-Truppen in
Hellerdorf begann. Weder Gewerkschaftsführung noch PDS und schon gar
nicht die SPD waren bereit, auch nur irgendetwas zur Verhinderung
dieses
Fanals zu mobilisieren. Die PDS beschränkte sich auf ein
"Protest"-Fest
in sicherer Entfernung vom Aufmarschort.

 Währenddessen wurden Antifaschisten und Antifaschistinnen bereits in
(!) der U-Bahn von Polizeikräften abgefangen. Es genügte schon, dass
jemand eine Broschüre der "Roten Hilfe" bei sich hatte, um sich einen
Platzverweis einzufangen (etwa 100 wurden so schon in der U-Bahn
abgefangen).

 Weitere etwa 600 Antifas wurden auf dem Weg vom PDS-Fest zum
NPD-Aufmarschort aufgehalten. Es ist daher fast ein Wunder, dass sich
trotzdem immerhin noch fast 300 Antifaschistinnen und Antifaschisten
auf
einige hundert Meter den von hunderten Polizisten beschützten etwa 700
NPDlern nähern konnten. So konnte die Rede von Ober-Nazi Christian
Worch
zumindest akustisch etwas gestört werden. In der Presse wird heute das
Bild gezeichnet von einer "über tausend Mann" starken Nazi-Demo, gegen
den es einen schwachen Antifa-Protest gab - Werthebach, seine
Polizeitruppen und die Klassenjustiz haben hier ganze Arbeit
geleistet.

 Dass Werthebach es bewusst betrieben hat, dass diese das
Selbstbewusstsein der Nazi-Truppen steigernde Veranstaltung
stattfinden
konnte, zeigt nicht nur der Polizeieinsatz. Auch im Vorfeld wurde mit
der Begründung des "Verbotsantrags" (es seien zuwenig Polizeikräfte
zum
Schutz zur Verfügung!) der Justiz freie Hand gegeben, das Verbot außer
Kraft zu setzen - ebenso wie bezeichnenderweise die Gegenkundgebung
der
AAB erfolgreich verboten wurde.

 Gleichzeitig wurde im Vorfeld wieder mal alles mobilisiert, um die
"revolutionäre 1.Mai"-Demonstration zu kriminalisieren. In der
Berliner
Presse wurde Stimmung dahingehend gemacht, dass nun endlich mit diesem
Chaoten-Treiben aufgeräumt werden müsse. Werthebach verkündete, dass
sich die Hauptstadt die "Infragestellung des Gewaltmonopols" nicht
länger bieten lassen dürfe, dass "fürchterliche" Gewaltdrohungen von
Seiten der Demonstranten bekannt geworden seien, und dass diese sich
auf

ein "grünes Wunder" einstellen könnten.

 Gleichzeitig wurden extreme Beschränkungen der Demonstrationsfreiheit
vorgenommen: So wurde die beantragte Demo-Route (an der CDU-Zentrale
vorbei und durch die Friedrichsstraße) abgelehnt, stattdessen die Demo
auf einen kleinen Kreis in Kreuzberg begrenzt. Außerdem wurde nur ein
Lautsprecherwagen genehmigt und diesem gleichzeitig extreme Auflagen
was

die Lautstärke betrifft auferlegt. Transparentstangen zu tragen war
ebenfalls de fakto untersagt (selbst das Leittransparent wurde deshalb
beschlagnahmt).

 Trotz der extremen Einschüchterungspolitik waren es 20.000 die sich
gegen 18.00 Uhr am Oranienplatz versammelten. Dies allein war ein
Erfolg, der zeigt, welches Mobilisierungspotential tatsächlich für
eine
anti-kapitalistische Linke in dieser Stadt vorhanden ist! Im
Unterschied

zu früheren Jahren war auch die Bereitschaft zur politischen
Auseinandersetzung größer. So stießen die Vorschläge zur Mobilisierung
gegen den IWF auf dessen Tagung in Prag im Herbst, die von
verschiedenen

Gruppen, darunter der Gruppe Arbeitermacht, vorgebracht wurden, auf
reges Interesse. Dieses höhere politische Niveau hatte sich schon auf
dem vorhergehenden, traditionellen Fest am Mariannenplatz gezeigt,
durch

die größere Präsenz politischer Gruppen und die regen Diskussionen,
die
an den verschiedenen Ständen vor sich gingen.

 Allerdings blieb das allgemeine politische Niveau der Demo insgesamt
weiter gering. Die Verantwortung dafür tragen die autonomen,
anti-deutschen und ökolinken Organisatoren. So konnten die
Redebeiträge
kaum klar machen, für welche konkrete Perspektive eigentlich
demonstriert würde - außer einer vagen anti-kapitalistischen
Orientierung. Am konkretesten wurde es noch im militanten Protest
gegen
Nazi-Mobilisierungen. Der beste Redebeitrag war der des
Demo-Verantwortlichen, der der Demo zumindest eine klare Orientierung
in

Richtung Protest gegen die Einschränkungen des Demonstrationsrechtes
gab.

 Doch dies ging unter in abstrusen anti-deutschen Plattheiten
zahlloser
autonomer Vorleser bzw. einer langatmigen Abrechnung Jutta Dittfurts
mit
ihrer grünen Vergangenheit. Diese unklare politische Stoßrichtung
setzte
sich darin fort, dass es kaum politische Losungen gab, jenseits der
"internationalen Solidarität". Auffällig war, dass neue, radikale
Schichten von Jugendlichen sehr zahlreich vertreten waren, die nicht
zum
üblichen Punk-Milieu gehören, und die offensichtlich nach neuen,
radikalen Antworten suchen.

 Überraschenderweise verlief der Demozug lange Zeit ziemlich
friedlich.
Nur einige kurze Stockungen wegen des provokativen Aufmarsches von
Wasserwerfern gab es - ein Provokationsversuch, der jedoch nur von
wenigen Demonstranten mit unsinnigen Flaschenwürfen aufgegriffen wurde
(unsinnig auch, da damit kein Polizist in seiner Kampfmontur ernsthaft
getroffen werden kann, zahlreiche umstehende Demo-Teilnehmer aber
wohl).

Etwas, das klarmacht wie wichtig ein gut organisierter Ordnerdienst
hier
wäre - auch wenn dies dem "Selbstverständnis" eines gewichtigen,
"anti-autoritären" Teils der Demo widerspricht.

 Die ersten Versuche der Polizei, "Straftäter" in der Ohlauerstraße
herauszugreifen, konnten jedoch durch Kettenbildung großteils
unterbunden werden. Dies änderte sich schlagartig, als die Demo zu
ihrem
Ziel, dem Oranienplatz zurückkehrte. Völlig überraschend für den
Großteil der Demonstranten stürmte eine Hundertschaft "Ordnungshüter"
frontal auf die Demo zu. D.h. hier wurde nicht irgendwie von der Seite
irgendein Steinewerfer herausgegriffen. Dieser Angriff war ein
bewusster, brutal vorgetragener Versuch die Demo direkt zu zerstreuen.

 Mehrere Ketten wurden überrannt, ohne Rücksicht auf dabei
notwendigerweise provozierten, mehr oder weniger starken Verletzungen.
Danach konnte die Situation angesichts der diversen, unkoordinierten
Aktivistengruppen nur eskalieren. Nach hinten zu wurde der Kottbusser
Tor für die Bullen zum "heißen Pflaster". In mehreren Seitenstraßen
wurden Autos oder brennende Mülltonnen zu Barrikaden, einzelne Objekte
(z.B. Sendewagen der "objektiven Presse") zertrümmert. Angesichts der
vorhergegangenen Provokation ist diese Reaktion verständlich. Die
Aktivisten und Aktivistinnen müssen sich aber in Zukunft zu
zielgerichteteren Antworten auf die Strategie der Kriminalisierung von
entschlossenem anti-kapitalistischen Widerstand durchringen.

 Werthebach hat ein Ziel sicher nicht erreicht: Das Potential für
entschlossene anti-kapitalistische, anti-faschistische Mobilisierung
ist
nicht kleiner geworden und wird sich sicher weder von einer nächsten
1.
Mai-Demo, noch von internationalen Mobilisierungen wie gegen
IWF-Konferenzen abhalten lassen. Mit seiner plumpen Strategie wird er
bloß eine weitere neue Generation von Jugendlichen radikalisieren und
ihnen die Augen über den "Rechtsstaat" öffnen.

 In diesem Sinn kann der Selbstzufriedenheit Werthebachs mit Rosa
Luxemburg geantwortet werden: "'Ordnung herrscht in Berlin!'; Ihr
stumpfen Schergen! 'Eure Ordnung'; ist auf Sand gebaut. Die Revolution
wird sich morgen schon 'rasselnd wieder in die Höhe richten'; und zu
eurem Schrecken mit Paukenschlag verkünden: Ich war, ich bin, ich
werde
sein!".

Wezlar Die diskrete Abwicklungstaktik des DGB

von Martin Suchanek

 Im Hessischen Wetzlar fand am 1. Mai eine der zahlreichen
NPD-Kundgebungen statt. Der DGB und einige andere örtliche und
regionale
Initiativen hatten zur egenkundgebung aufgerufen. Aus der ganzen
Region
waren Busse organisiert worden, um Jugendliche und Gewerkschafter
gegen
die braune Brut zu mobilisieren. Im Aufruf hieß es noch korrekt, dass
die Verhinderung des Nazi-Marsches Ziel der Aktion sein. Gut gebrüllt
Löwe DGB!

 Der Löwe entpuppte sich jedoch einmal mehr als Schoßhündchen. Der
Sternmarsch gegen Rechts" und die abschließende Kundgebung am Domplatz
waren im voraus so konzipiert worden, dass sie weit ab vom
wahrscheinlichen Nazi-Sammelplatz stattfanden. Die DGB-Organisatoren
weigerten sich auch, die Antifaschisten und Antifaschistinnen, die den
Nazi-Aufmarsch wirklich verhindern wollten, möglichst Nahe am Ort des
Geschehens abzusetzen. So eigerten sich die Organisatoren z.B. die
Demonstranten und Demonstrantinnen aus Frankfurt und Darmstadt mit den
Bussen wenigstens bis zum Domplatz zu bringen, obwohl sich fast alle
Teilnehmer auf Initiative von Linksruck und der Jugendorganisation
Revolution für ein solches Vorgehen ausgesprochen hatten.

 Die Genossen und Genossinnen wollen den Aufmarsch der Nazis
verhindern
der DGB nicht! "Würstchen und Bier gegen rechts!" war das eigentliche
Motto seiner Kundgebung.

 So konnten fast 100 NPDler unter dem Schutz hunderter Polizisten ihre
Kundgebung abhalten. Eine gute Chance wurde vertan, den Faschisten
eine
kräftige Abreibung zu verpassen.

 Seine Abwieglerpolitik setzte der DGB auch auf der Kundgebung fort.
Gezielt wurden die militanteren Demonstranten desinformiert. "Nur 20
Nazis", seien da, wurde verlautet: "Da lohnt es doch der Mühe nicht zu
deren Versammlungsort zu marschieren und mit den Bullen ins Gehege zu
kommen."

 Eine solche Politik wird die braune Brut niemals stoppen. Eine solche
Politik arbeitet den Nazis und dem bürgerlichen Staat in die Hände.
Mit
Anti-Faschismus und der Verteidigung von Arbeiterinteressen hat sie
nichts zu tun.

 Sie passt aber gut zum Bündnis für Arbeit und zum tatkräftig geübten
Schulterschluss mit der SPD und der Regierung. Zu diesem Zweck ging
die
Gewerkschaftsbürokratie schon im Vorfeld des ersten Mai gegen
Opposition
in den eigenen Reihen vor. Gruppen, die gegen das Bündnis für Arbeit
auftreten,



04. Afrikaner in Wiener Gefängnis gestorben
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  Afrikaner in Wiener Gefängnis gestorben
  Ein 26-jähriger Afrikaner ist in der Nacht auf
  Mittwoch in der Justizanstalt für Jugendliche in
  Erdberg tot aufgefunden worden. Das berichtet das
  Magazin "Format" in seiner am Montag erscheinenden
  Ausgabe. Die genaue Todesursache soll durch eine
  Obduktion geklärt werden.

  "Keine äußeren Verletzungen"
  Gegen vier Uhr früh wurde der Mann tot in einem
  Sessel sitzend gefunden. Aus der Justizanstalt war zu
  hören, dass die Leiche keine Anzeichen von äußeren
  Verletzungen aufwies. Es wird auch nicht
  ausgeschlossen, dass der Mann an einer Überdosis
  Drogen gestorben sein könnte. Ein Ergebnis der
  Obduktion soll Mitte nächster Woche vorliegen.

  Der Mann hatte in Österreich um Asyl angesucht. Woher
  er stammt, ist derzeit ungeklärt. Laut
  Zeitschrift soll es sich um den aus Nigeria
  stammenden Richard Ibekwe handeln, der unter dem
  Namen Richard Peter Weah das Asylansuchen gestellt
  hatte. Auch Sierra Leone als Herkunftsland war im
  Gespräch.

  Er war Ende April bei einer Razzia in einem Heim in
  Hernals verhaftet worden. Laut "Format" gibt es
  Augenzeugenberichte, nach denen der Mann dabei von
  Polizisten geschlagen worden sein soll.

********
Subject: Tod eines Schwarzafrikaners in der Justizanstalt für
Jugendliche

Wie wir soeben erfahren haben, hat sich der mysteriöse Todesfall des
jungen Schwarzafrikaners in der Justizanstalt für Jugendliche in der
Rüdengasse, 3.Bezirk (beim Kardinal-Nagl-Platz) in der Nacht vom 2.
auf den 3. Mai 2000 ereignet. Die Grünen fordern eine Unabhängige
Kommision, die den Fall überprüfen soll, "Diesen Fall darf auf keinen
Fall die heimische Polizei
prüfen!", so die MigrantInnensprecherin der Wiener Grünen, Maria
Vassilakou.

Wir fragen uns, wieso das Innenministerium bis jetzt schweigt? Wird
etwa
eine Neuauflage der rassistischen "Operation Spring" bereits
ausgetüftelt wie
unter Schlögl vor einem Jahr? Werden wir morgen wieder mit
schwarzafrikanischen Drogendealerlügen von der meistgeliebten und
gelesensten Tageszeitung der ÖsterreicherInnen bombardiert? Wer wird
sich als erste(r) vom diesmaligen Opfer distanzieren?

Wir fordern die sofortige Aufklärung dieses Todesfalles sowie auch die
der
Ermordung von Marcus Omofumas! Wir werden eine Verschleppung und
Vertuschung der Tatsachen wie rund um die Ermordung von MARCUS OMOFUMA
nicht akzeptieren!
Wir fordern die sofortige Entlassung der Gefangenen der rassistischen
"Operation Spring" sowie aller Opfer der staatlichen Repression!
Weg mit allen Schubhäfen! Weg mit allen Staatsgrenzen!

Die Samstagsdemo sowie auch die am nächsten Donnerstag muß auf jeden
Fall in die Rüdengasse marschieren, z.B. vom Stubenring einbiegen in
die
Landstraße/Hauptstrasse bis rauf zur Apostelgasse, dann runter bis zur
Erdbergerstr. hin zum Kardinal-Nagel-Platz, dort ist die Rüdengasse
und die
Justizanstalt für Jugendliche.

Macht genügend Transparente und Flugzettel, Lärm, denkt Euch Aktionen
aus,
seid solidarisch!!!
--
Ökologische Linke (ÖKOLI)
Postfach 28
A-1153 Wien
e-milio: oekoli_wien@gmx.net



05. Verstärkte Zusammenarbeit im Web!
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1. Eine verstärkte Zusammenarbeit der Webmasters ist erforderlich.
Tragt euch also unbedingt in die Mailinglist der Webmasters in
Resistance ein:

mailto: listserver@t0.or.at
kein subject, - Textbody: subscribe webmenschen

Es geht dabei nicht um Zentralisierung, sondern um dichtere
Vernetzung.

2. Melde deine Website im Webring, der virtuellen Demo gegen
Schwarzblau, an, dann hast du mit einem Schlag sämtliche
Widerstands-Sites gelinkt und bist von allen gelinkt:
http://webring.telnet.at/list.php3

3. Darauf aufbauend, ist es jetzt notwendig, übersichtlichere
Gesamtangebote für die BenutzerInnen zu erstellen, also z.B.
Metaseiten.
Zwei Versuche zu diesem Thema nutzen die Conferencing-Struktur der
Blackbox:

Termine-Metaseite
http://www.blackbox.net/c/Politik/Termine/info/gegenschwarzblautermine
.html

Hier steht, wo es zur Zeit die vollständigsten Terminkalender gibt und
wo du deine Termine bekanntgeben solltest. Außerdem kannst du sie hier
auch selbst unmittelbar ins Web stellen und sie werden garantiert an
die
anderen Sites weitergeleitet.
Kontakt: terminemoderator@blackbox.net

Linksite für Fotos von politischen Aktionen
http://www.blackbox.net/c/Politik/Fotos/info/index.html
Gib hier selbst die URLs deiner Fotoseiten bekannt. Schreibt das Datum
im JJJJ/MM/TT-Format ins Subject, dann erscheinen sie automatisch nach
dem Veranstaltungsdatum sortiert. file.system.error@glump.at

Demnächst online:
Alternative Sortierungen des Webrings, letztlich eine Art
Inhaltsverzeichnis.
Soll auf der Website der Botschaft besorgter BürgerInnen erscheinen,
Kontakt: bbbweb@egroups.com

...weitere Metaseiten-Ideen oder bessere Lösungsansätze? Nur zu!

Z.B. eine Metaseite für Diskussionsforen?

4. und Doppelgleisigkeiten zu vermindern: Schafft
Kristallisationskerne!

Statt das Rad ständig neu zu erfinden: Unterstützt die Websites, die
in
ihrer Kategorie jeweils zu den Besten gehören, mit Beiträgen, damit
sie
noch besser werden! Letztlich treffen die UserInnen die Auswahl.

5. und noch eine Idee: Widerstands-Informationssystem
Ideen dazu bitte an bbbweb@egroups.com

6. für öffentliche Ankündigungen
gibts bekanntlich den Medien-unabhängigen Nachrichten-Dienst, MUND.
mailto: listserver@t0.or.at - kein subject, - Textbody: subscribe
no-racism

AG Web/Informatik der Botschaft besorgter BürgerInen,
bbbweb@egroups.com



06. Vorstellung des Romano Centro
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Romano Centro ist ein Verein für Roma, der 1991 gegründet wurde.
Unsere
Tätigkeit umfaßt kostenlose soziale und ausländerrechtliche Beratung,
Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten, Beratung und Information von
Lehrpersonal, Wissenschaftlern, Journalisten und allen Interessierten.
Organisation der Lernhilfe für Romakinder; Vertretung der Interessen
der
Roma bei Internationalen Konferenzen; Pflege der internationalen
Kontakte zu Romaorganisationen; Veranstaltung und Organisation von
Hilfsprojekten und kulturellen Events; Vermittlung von Musikgruppen.
Dokumentation; Romano Centro besitzt eine umfangreiche Bibliothek und
gibt vierteljährlich die Zeitschrift "Romano Centro" heraus.
e-mail: romano-centro@magnet.at
Kontaktpersonen: Renata M.Erich, Dragan Jevremovic, Mirjam Karoly

PS: Für weiter Selbstbeschreibungen hier noch einmal der Aufruf:
Ideal wären schriftliche Selbstdarstellungen der Gruppen / Netzwerke,
die eine Arbeitsgruppe dann als ersten Schritt in einem öffentlich
zugänglichen Archiv (www.) sammeln und veröffentlichen würde.
Damit wollen wir die Grundlage für einen freien Informationsverteiler
schaffen und eine Kritik- und Forderungensammlung veröffentlichen:

1.) Kurze Selbstdarstellung der eigenen Gruppe/ Netzwerk
Kontaktadressen/ Kontaktperson(en)
2.) Konkrete Kritik an der Regierung aus eigener Sicht:
ob Fundamentalkritik oder Maßnahmenkritik, ob Worte oderTaten,
Vergangenheit oder Zukunft. Bitte, so
vorhanden, um Hard-facts, Beweise, Zahlen.
3.) Die wichtigsten eigenen Forderungen an die Regierung (.alles ist
möglich!)
4.) Analysen, Anekdoten, Gedichte, Video, Texte, Musik, www/links:
willkommen in der Sammlung!

Kontakt:
Silvia Santangelo Jura
Vernetzung/ Demokratische Offensive
Fax: +43-1- 524 99 00 9
Tel. : +43-1-524 99 00
Mobil: +43(0)699 100 88 700
mail: s.santangelo@demokratische-offensive.at



07. Presseaussendung der Wiener Liberalen
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Anbei eine Presseaussendung der Wiener Liberalen:

LIF-Hecht: "Keine Subvention für Andenken an Antisemiten!"=

Utl.: Wiener Liberale fordern Umbenennung des Dr. Karl Lueger-Rings
und des Dr. Karl Lueger-Platzes

Wien (OTS) Der im heutigen Gemeinderat eingebrachte
Subventionsantrag für das Dr. Karl Lueger-Institut - Verein Wiener
Volksheime - in der Höhe von 1,2 Millionen Schilling wurde von den
Wiener Liberalen abgelehnt. "Nicht genug, dass das Institut den
Namen eines als Antisemiten in die Geschichte eingegangenen
Politikers trägt, beruft sich das Institut in seinem
Subventionsansuchen auch noch auf das ,langjährige verdienstvolle
Wirken' Luegers", begründete Gabriele Hecht, Klubvorsitzende der
Wiener Liberalen, diese Ablehnung.

Das Dr. Karl Lueger-Institut schreibt in seinem Subventionsansuchen
Folgendes: "Nach seiner Satzung ist das Dr. Karl
Lueger-Institut-Verein Wiener Volksheime dem Vorbild des Wiener
Bürgermeisters Dr. Karl Lueger verpflichtet. Mit dem Namen des
Instituts soll das langjährige verdienstvolle Wirken dieses
Kommunalpolitikers gewürdigt werden. Nach dem Vorbild und in der
Tradition Dr. Luegers tritt der Verein für eine vorbildliche
Kommunalpolitik und die Förderung aller dazu notwendigen
Voraussetzungen ein."

"Angesichts des allgemein bekannten Antisemitismus Luegers von
diesem am Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer in so huldigenden
Worten zu sprechen, ist inakzeptabel", empörte sich Hecht. "Wir
fordern die zuständigen Stellen in einem Antrag auf, künftig von
Subventionen an Institutionen, die im Namen oder im Vereinszweck
Bezug auf deklarierte Antisemiten nehmen, abzusehen", so Hecht.

Außerdem sei es für Wien unwürdig, Straßen bzw. Plätze nach einem
ausgewiesenen antisemitischen Populisten zu benennen. "Wir sprechen
uns daher in einem weiteren Antrag auch für die Umbenennung des Dr.
Karl Lueger-Rings und des Dr. Karl Lueger-Platzes aus", so die
liberale Klubvorsitzende. Der Bürgermeister und der zuständige
Stadtrat seien aufgerufen, Vorschläge zur Umbenennung vorzulegen.
"Dabei sollten vor allem herausragende weibliche Persönlichkeiten
berücksichtigt werden", so Hecht abschließend.

(Schluss)

Rückfragehinweis: Liberales Forum - Landtagsklub Wien

                  Pressestelle
                  Tel.: 4000-81563

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

             VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0120   2000-05-04/11:28

041128 Mai 00
Mag. Martina Hofer
Pressestelle
Liberales Forum - Landtagsklub Wien
A-1082 Wien, Friedrich-Schmidt-Platz 3
Tel.: 01/4000-815 63  Fax: 01/4000-99 815 63
E-Mail: martina.hofer@lifwien.at



08. Die Standesvertretungen fuer bildende Kuenstlerinnen
         und Kuenstler politisch entzweit

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Von: station3 <station3@netway.at>

Betreff: Berufsvereinigung gegen Berufsverband.
Das ist Brutalitaet. Datum: Die, 2. Mai 2000 13:10 Uhr

PRESSEERKLAERUNG

Die Standesvertretungen fuer bildende Kuenstlerinnen und Kuenstler
politisch entzweit

BV und BVO sind sich uneins. Erstere, die Berufsvereinigung fuer
bildende Kuenstler Osterreichs (seit 1912) mit Sitz in Schoenbrunn
"distanziert sich" in ihrer letzten Aussendung an die Mitglieder
"ausdruecklich vom (...) Berufsverband bildender Kuenstler
Osterreichs",

dem BVO, anderweitig bekannt hauptsaechlich durch seine ihm
angeschlossene Galerie station3 auf der Wiener Mariahilferstrasse.

Hintergrund fuer die oeffentlich gemachte Aufkuendigung der
Freundschaft

ist die Regierungs-kritische Haltung des BVO, der sich in seinem
Mitteilungsblatt solidarisch mit den anti schwarz-blauen
Demonstrationen

erklaert hat.
Praesident Prof. Hansjoerg Swetina von der BV fordert dagegen "fuer
die
anstehenden Probleme (...) den Begriff OSTERREICH an vorderste Stelle"
zu stellen und verweist auf die "Neutralitaet (...) im partei- als
auch
im kulturpolitischen Bereich" seiner Institution. Darueber hinaus
erwartet er von der neuen Regierung eine "rasche Kontaktaufnahme" und
"eine moeglichst rasche Ueberweisung der Subventionen fuer das Jahr
2000".

In einem Offenen Brief an Prof. Swetina hat Martin Praska,
Vizepraesident des BVO, an das von der FPO iniziierte Volksbegehren
"Osterreich zuerst" erinnert und darauf verwiesen, dass "in der Kunst
nationalstaatliche Prioritaetssetzungen und nationalistische
Liebesdienerei nichts verloren" haetten. "Die Rolle des Hofnarren" sei
"seit jeher ein notwendiges Korrektiv fuer die Herrschenden gewesen",
so

Praska weiter, "und an der Freiheit der Gaukler, der Kuenstler, der
Intellektuellen und der Querdenker" haetten "wir auch in Zukunft (...)
die vielbeschworenen Taten der Regierung zu messen". Andreas Khols
Metapher von den "Boecken und den Schafen" zitierend, laesst fuer
Praska

die Vermutung naheliegen, dass die konkurrenzierende Standesvertretung
"nach der Rechtskurve einen Almauftrieb (zu) wittern" scheint.

Eine von staatlicher Seite schon lange gewuenschte Fusionierung der
Interessensvertretungen fuer bildende Kuenstlerinnen und Kuenstler
scheint nach diesem Schlagabtausch und der Auslotung gegensaetzlicher
Ideologien in eine noch fernere Zukunft verlegt.

Martin Praska, 2. Mai 2000.

Anlage: OFFENER BRIEF
-----------------------------------------------

Herrn
Prof. Hansjoerg Swetina
Praesident des Zentralverbandes der
Berufsvereinigung der bildenden Kuenstler Osterreichs seit 1912
Schloss Schoenbrunn, Ovalstiege, 1130 Wien

OFFENER BRIEF

Almauftrieb  richtig zitiert.

Sehr geehrter Herr Praesident,

die Vorstandsmitglieder des BVO haben zum ersten Mal mit grossem
Interesse und wachsender Spannung Ihr Mitteilungsblatt
BV-ZV-Informationen studiert. Dies vor allem deshalb, weil in der
Ausgabe Nr.2/2000 der BVO gelegentliche kritische Erwaehnung findet.

Zunaechst moechten wir Ihnen zu den guten Vorsaetzen gratulieren, die
Interessen aller bildenden Kuenstler Osterreichs (..) ohne Vorurteile
und moeglichst objektiv zu vertreten. Als absolut unpolitische
Institution muss Ihnen die Neutralitaet (...) im partei- als auch im
kulturpolitischen Bereich ein besonderes Anliegen sein. (S.3)
Ich persoenlich kann Sie darin nur bestaerken. Gestatten Sie mir aber
trotzdem, meine Besorgnis darueber zum Ausdruck zu bringen, dass es
Ihnen vor dem Hintergrund der zu ueberfluessigen Eskalationen
gefuehrten

(...) tagespolitischen Querelen vielleicht nicht so recht gelingen
koennte. (S.3)

Denn es liesse sich doch zweifelsfrei der Einwand erheben, dass schon
die Hinzufuegung des Adjektives ueberfluessig an das Substantiv
Eskalationen bereits eine im Rahmen der Objektivitaet unzulaessige
Interpretation darstellt.  Das nur als Beispiel aus dem allerersten
Satz

einer - erlauben Sie mir die rein subjektive Feststellung - doch eher
tendenzioesen Berichterstattung ueber das, was - aus Ihrer Sicht -
passiert (ist) in Osterreich (S.3)
Es ist ja doch auch allzu verstaendlich, dass in einer derart
polarisierten Situation, wie sie die oesterreichische Gesellschaft
seit
der letzten Regierungsbildung erlebt, eine neutrale Haltung gar nicht
moeglich ist. Und Sie, sehr geehrter Herr Prof. Swetina, bestaetigen
doch nur diese einfache Tatsache mit Ihren oeffentlich gemachten
Sympathiebekundungen (fuer die mit dem Ausdruck der vorzueglichsten
Hochachtung bedachten sehr geehrten Frau Bundesministerin Gehrer,
S.10)
und Antipathiebezeugungen (gegenueber den Demonstranten und der von
Ihnen mit Anfuehrungszeichen stigmatisierten Standesvertretung der
bildenden Kuenstler, BVO, S.4). Bestenfalls naiv zu nennen ist also,
wer

Ihnen  schon nach einem ganz fluechtigen Durchblaettern Ihres
Druckwerkes - die anfangs zitierte Vorurteilsfreiheit und
Objektivitaet
noch abkauft.

Aber gut, sehen wir einmal ueber gewisse Fluechtigkeitsfehler in der
Neutralitaetsdebatte hinweg, und schauen wir uns den Inhalt Ihres
Mitteilungsblattes etwas genauer an:

Unter Punkt 1 der Kolumne Was ist passiert in Osterreich werden
Subventionsnehmern aus dem Kulturbereich - durch nichts belegte
politische Naheverhaeltnisse einfach unterstellt. (S.3)

Unter Punkt 2 des selben Artikels aeussern Sie kein Verstaendnis fuer
Demonstrationen, die mit dem Anspruch auf Recht und Gerechtigkeit
politische Emotionen auf die Strasse gebracht haben. Und die Frage sei
gestattet, welche Demonstrationen das denn nicht tun?  Was also meinen
Sie? Man verzeihe mir die Polemik, aber haben Sie gar am Ende nicht
einmal Verstaendnis fuer das Demonstrationsrecht als solches?  Ich
werde

mich davor hueten, Ihnen als Zeitzeuge(n) der 30er Jahre das zu
unterstellen, aber der Verdacht draengt sich auf. (S.3)
Im naechsten Absatz behaupten Sie: Der BVO hat in den Medien die
Kuenstlerinnen und Kuenstler zur Teilnahme an den Demonstrationen
aufgerufen.  Lieber Herr Professor, vielen Dank fuer die Eingebung!
Mit
dieser Deutlichkeit und Klarheit hat das der BVO leider nicht getan.
Aber wir wollen es an dieser Stelle gerne nachholen:

Kuenstlerinnen und Kuenstler, geht demonstrieren! Es ist Euer gutes
Recht.

Unterstellungen, die Dritte. - Prof. Swetina: Ich verwahre mich auf
das
Entschiedenste gegen die Unterstellung, dass die BV als Mit-Initiator
zu
den diversen Demonstrationen aufgerufen haette. Wer hat dem BV das
bloss
angetan?  Wir doch nicht. - Die sehr geehrte Frau Bundesministerin?
Leserstimmen aus dem Landesverband Kaernten?  Man kann nur
mutmassen...(S.3)

Der Punkt 4 dieser Kolumne bekommt dann  ein nicht nur stilistischer
Hoehepunkt- Maerchencharakter: Als BV-Splittergruppe etablierte sich
in
den 50er Jahren eine Kuenstlerorganisation, die sich BVO nannte. (...)
(Sie) erhielt (...) grosszuegigste Subventionen, die uns (der BV, Anm.
Praska) entzogen wurden! Das alles wird nicht weiter belegt. Daher
erspare ich mir einen Kommentar.

Richtigstellung
Ihnen; Herr Prof. Swetina, kann ich aber leider den Vorwurf nicht
ersparen, mich falsch zitiert zu haben. Selbst wenn Sie die Floskel
mit
unfreundlichen Gruessen extra unterstreichen und davor noch ein
dezidiertes Wortwoertlich setzen, so wird dieser Ausdruck als
mutmassliche BVO-Wortschoepfung nicht richtiger. Dies umso weniger,
als
Sie behaupten, ich haette damit die Offenen Briefe an Staatssekretaer
Morak und Bundesministerin Gehrer unterzeichnet. (S.4) Diese
Behauptung
ist  lesen Sie es nach  unwahr. Und ich ersuche Sie hiermit um eine
Richtigstellung in der naechsten Ausgabe der BV-ZV-Informationen.

Richtig ist vielmehr, dass mein Leitartikel in der station3, Nr. 3 mit
den Worten endet Und keine freundlichen Gruesse.

Zum gleichen Punkt als Randbemerkung sei noch hinzugefuegt, dass jenes
von mir wortwoertlich (um diese Vokabel einmal ordnungsgemaess zu
verwenden) nicht ohne Gewissensbisse in Frage gestellte
Subventionsansuchen, von Ihnen als fuer mich selbstverstaendliche und
charakterlose Forderung umgedeutet wird, ist meiner Ansicht nach genau
die Form von Demagogie, wie wir sie von einem Herrn Westenthaler her
kennen. (So schoen Gesinnung und Charakter auch sein moegen  beim Geld
hoert sich halt alles auf! Prof. Hansjoerg Swetina, wortwoertlich)

Richtigstellung, die Zweite: Unter dieser Ueberschrift publiziert der
Landesverband Kaernten in Ihrer Druckschrift eine Distanzierung vom
von
der vorigen Regierung mit Millionen Schilling subventionierten
Berufsverband Bildender Kuenstler Osterreichs. Ich darf Ihnen sagen,
dass der BVO von Bundesseite OS 700.000,- Jahressubvention erhalten
hat
(nachzulesen im Kunstbericht). Fuer das laufende Jahr gibt es noch
keinerlei Zusage. Unsere Taetigkeit ist deshalb z.Zt. ernsthaft
gefaehrdet.

Persoenliche Schlussbemerkung

Es ist noch nicht allzu lange her (1992), da hatte die Freiheitliche
Partei Osterreichs ein als Auslaendervolksbegehren zu schaendlicher
Beruehmtheit gelangtes demokratisches Instrument missbraucht, um damit
xenophobe Ressentiments und Nationalchauvinismus als Wahlkampfmittel
innerhalb einer der allgemeinen Charta der Menschenrechte
verpflichteten

demokratischen Republik wieder zu etablieren. Heute muss man leider
zugeben, es ist ihr geglueckt, und zwar mit einem von ganz Europa
bestaunten Erfolg. Der eigentliche Titel dieser niedertraechtigen
Farce
klingt mir noch in den Ohren: Osterreich zuerst!

Ich bin damals zusammen mit dreihunderttausend Kerzerltraegern auf die
Strasse gegangen, weil mir Humanitaet auch in diesem Land ein Anliegen
ist, und weil ich dieses Land (als Auslaender) liebe. Nun haben wir in
einer Aussendung der BV als Conclusio eines Leitartikels von
Praesident
Prof. Hansjoerg Swetina folgendes zu lesen: Wenn wir letztlich davon
ausgehen, dass wir eine gemeinsame gute Loesung fuer die anstehenden
Probleme finden wollen, dann muss der Begriff OSTERREICH an vorderster
Stelle stehen (..) Kommt mir irgendwie bekannt vor...

Ihr privater Patriotismus in Ehren, Herr Praesident, aber Sie wollen
an
jener Stelle hochoffiziell die Sache der Kuenstlerinnen und Kuenstler
vertreten - und somit auch die Sache der Kunst an sich. In der Kunst
aber haben nationalstaatliche Prioritaetssetzungen und
nationalistische
Liebesdienerei nichts verloren. Im Gegenteil ist Kunst doch immer eine
Grenzueberschreitung, eine Horizonterweiterung und eine Suche nach dem
Anderen. Kunst ist in ihrem Kern anarchisch und subversiv und hat
ihren
Platz in der Opposition. Die Rolle des Hofnarren war seit jeher ein
notwendiges Korrektiv fuer die Herrschenden. Und an der Freiheit der
Gaukler, der Kuenstler, der Intellektuellen und der Querdenker haben
wir
auch in Zukunft unser Gemeinwesen und die vielbeschworenen Taten
unserer
Regierung zu messen. Wir haben Osterreich nicht vor seinen Kritikern
zu
bewahren, sondern vor seinen Verfuehrern.

Moeglich jedoch, dass Sie eher der von Helmut Qualtinger ins Feld
gefuehrten Definition von Nestbeschmutzer anhaengen, wonach bei uns
nicht der als solcher erkannt wird, der hineingemacht hat, sondern
der,
der dann kommt und sagt, es stinkt.

Aber, sehr geehrter Herr Professor, wenn Sie gestatten, lassen Sie
mich
die Welt ausnahmsweise einmal nicht durch das LINKE Auge (S. 4)
betrachten, sondern lassen Sie mich stattdessen den am rechten Rand
der
CSU beheimateten bayrischen Ministerpraesidenten Edmund Stoiber
zitieren: (Wenn) das ein deutscher Politiker sagen wuerde, muesste er
innerhalb von einer Stunde zuruecktreten.  Meinen tut er damit Joerg
Haider und dessen Interpretation der Konzentrationslager als
Straflager.

Dass hierzulande offensichtlich andere Wertmassstaebe gelten, dass ein
oesterreichischer Politiker ungestraft den Kommandanten der
SS-Leibstandarte Adolf Hitler, Otto Krumm, den daenischen
Kriegsverbrecher Soeren Kramm und zahlreiche SS-Offiziere seine lieben
Freunde nennt und diese als anstaendige Menschen wuerdigt, die einen
Charakter haben und die auch bei groesstem Gegenwind zu ihrer
Ueberzeugung stehen und ihrer Ueberzeugung bis heute treu geblieben
sind
(Joerg Haider 1995 am Ulrichsberg  zitiert nach Hans-Henning
Scharsach),
haben wir alle zur Kenntnis genommen.  Die Frage aber ist, muss das so
bleiben? Und haben wir als demokratische Buerger und nicht zuletzt
gerade auch als Kuenstler nicht die Pflicht, eine menschliche
Demokratie
mitzugestalten? Eine naemlich, bei der solche Leute und ihre
Gesinnungsgenossen raus aus der Politik! fliegen (Franz Morak ueber
Haider bevor jener noch Staatssekretaer wurde).

Dass eine Standesvertretung fuer Kuenstler (mit Absolutheitsanspruch)
sich vor einer mehr als bedenklichen aber zugegebenermassen im
juristischen Sinn korrekten Regierungskonstellation selbstzufrieden
zuruecklehnt und applaudiert, stimmt wiederum mich bedenklich. Und ich
kann mir die Vermutung nicht verwehren, dass  um Andreas Khols
Metapher
von den Boecken und den Schafen zu strapazieren  hier ein Lammfrommer
nach der Rechtskurve einen Almauftrieb wittert.

Mit kuenstlerischen Interessen hat das jedenfalls nichts zutun...

...allenfalls mit kollegialen Gruessen

Mag. Martin Praska, Vizepraesident BVO.



09. WORKERS POWER GLOBAL WEEK 5 MAY 2000

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>>> WORKERS POWER GLOBAL WEEK

E-newswire of the LRCI
5 May 2000
Subscribe to: newswire@workerspower.com
http://www.workerspower.com

Workers Power Global Week is the English language e-newsletter of the
LRCI.
To unsubscribe mail to: unsubscribe@workerspower.com. Send reports and
responses to editor@workerspower.com. Please forward this to a
comrade.

>> NORWAY: TURN THE MASS STRIKE INTO A GENERAL STRIKE!


More than 80,000 workers joined an all out strike on Wednesday 3 May
in
Norway. Following a vote by 300,000 members of LO - the Norwegian
union
federation - to reject a 3.5% pay deal. Ferries, oilfields, newspapers
and
the hotel/catering industry were hit immediately, and LO leader Yngve
Haagensen threatened to call out more workers if there was not an
immediate
settlement.
However Haagensen has been the front runner in negotiating the
proposed
pay
deal with the new Labour government of Jens Stoltenberg.
Norway's economy is relatively buoyant but the class collaboration
between
the union leaders and the Labour government is designed to make sure
that
workers' wages and conditions are kept in check while the employers
get
rich
from a boom driven by high-tech industry and the high oil price
(Norway
is
the second biggest exporter of oil in the world).
Union militants need to up the stakes: don't wait for the officials to
call
out the rest of the LO members but mobilise picket lines to bring them
out
in a general strike now. The key to the situation is the oil industry.
If
the valves are shut off that will rock capitalism globally. Also
Norway's
auto-components industry is a key part of the supply chain in northern
Europe and could shut down production beyond the borders. That is why
workers across Europe should take action now in solidarity.
The rank and file in LO should agitate now for a general strike.
LO website: http://www.lo.no

============================================================

>> BRITAIN: LIVINGSTONE WINS. LSA POLLS WELL IN WORKING CLASS AREAS

by Colin Lloyd, London

Expelled Labour MP Ken Livingstone has beaten the official Labour
candidate
for the new post of London mayor. The vote is a massive blow for the
New

Labour leadership of Tony Blair. With some votes still to count it is
clear
that Labour's Frank Dobson was beaten into 3 rd place behind the Tory
candidate.
Blair rigged the internal party election to stop Livingstone, who
stood
as
an "independent". Despite calls to ally with the left, trade unions
and
dissident Labour members, Livingstone chose to build a cross-class
alliance,
avoiding active campaigning that would have split the Labour party in
London.
Meanwhile in the parallel election for the new London Assembly the
London
Socialist Alliance scored well in key working class areas.
The LSA was the only left force to stand in all electoral districts as
well
as in the top up "list". On the basis of results so far, it is clear
that
the SLP scored best in the four inner-London mega-constituencies where
the
working class estates are concentrated. The highest vote came in North
East
(which includes Hackney) where Cecelia Prosper ? a sacked union
activist
?
got 7% (8,369 votes). In Lambeth and Southwark Theresa Bennett got
6.2%
(6,231 votes). Both are black women trade unionists. Other good votes
for
the LSA came in City & East London (4.2%), Greenwich and Lewisham
(4.2%)
and
Enfield/Haringey (3.4%).
The LSA was denied an election broadcast and, because it did not have
a
mayoral candidate, couldn't take advantage of the free mailshot to
voters.
However it delivered 1.3 million leaflets to individual voters in the
month
long campaign and held a number of high-profile workplace meetings. It
is
clear that the left vote was split on the top up list between LSA, the
Campaign Against Tube Privatisation and Scargill's SLP: in general the
LSA
got double the votes of the other two ? but this shows the result of
the

sectarian tactics of the various remnants of Stalinism. Votes for the
"official" Communist Party, the CPB were even lower.
The LSA includes Workers Power, Socialist Workers Party, Alliance for
Workers Liberty, Socialist Outlook and the Communist Party of Great
Britain.
It also includes high-profile community, union and left-Labour
activists.
Workers Power fought consistently to turn the campaign out to working
class
struggles and base it on an open revolutionary alternative to
capitalism.
While we had some success with the first objective, the programme of
the
LSA
was gutted in advance of revolutionary demands and pushed even further
towards a list of radical reforms during the campaign. Despite this
Workers
Power was able to put its own revolutionary propaganda freely in the
campaign and achieved a high profile in its target areas.
The next issue of Workers Power Britain will contain an analysis of
the
campaign and the way forward. For more details on the results go to:
http://www.londonsocialistalliance.org.uk

============================================================

>> LONDON: MAY DAY - A TALE OF TWO PROTESTS

by Colin Lloyd, London

More than 100 people were arrested and 10 hospitalised after
demonstrators
clashed with police in London's Whitehall on May Day. The protest was
called
by Reclaim The Streets, and included anarchist, eco and revolutionary
socialist groups - including Revolution, the independent youth group
allied
to the LRCI.
Billed as a "guerilla gardening" action, the protest turned violent
after a
series of police provocations. About 15,000 demonstrators faced 30,000
riot
police with the army also on standby. Clashes were sporadic but
violent
as
police broke protesters into smaller groups and dispersed them in
different
directions.
Earlier, demonstrators outraged the press with graffiti on the statue
of

wartime leader Winston Churchill. They daubed "murderer" and painted a
hammer and sickle on the statue. Reactionary anti-communist Churchill
was,
for one day only, given a "mohican" haircut made of turf.
Revo's main aim on the day was to push for a link up between the
anti-capitalist youth protest and the official May Day demonstration
organised by the unions. This followed two days of debate at an
anarchist-organised conference Mayday2000 where socialists pointed to
the
need to for the Seattle movement to link up with organised workers
rather
instead of a cross-class orientation to the NGOs.
However the official May Demo was trapped by a police cordon just 100
yards
from the main action in Trafalgar Square.
Despite repeated calls on the organisers to break through the single
line of
police, they refused. In the end the Stalinist (Communist Party of
Britain)
leaders of the march decided to lead 200 protesting Rover car workers
off
the demo and it petered out. With 10,000 workers on the official
demo -
including delegations from threatened car factories in Birmingham
(Rover)
and East London (Ford), as well as all the main Turkish and Kurdish
left

parties - a link up between the workers movement and the youth could
have
been a big step forward.
Instead, only a few socialists from the trade union march managed to
break
through to the youth battling police in Whitehall. The banners of
Workers
Power, Socialist Workers Party, Hackney Trades Council and DHKP were
prominently displayed.
The Stalinist leaders of the trade union march earlier showed their
true

colours by attempting to physically block the contingent from the
London

Socialist Alliance from joining the march - an attempt that failed.
The mainstream union leadership celebrated May Day by organising a
"fun
day"
at the ailing Millennium Dome. This corporate showroom is so bad that
it
is
losing money and daily attendance is below half the target. So the
union

leaders did Tony Blair a double favour by telling workers to stay off
the
streets on May Day and boosting the attendance to record levels.
Independent London mayor candidate Ken Livingstone condemned the youth
who
fought back against police in Whitehall for "disrupting" the Rover
workers'
march: he himself did not take part in the march, however.
Meanwhile the spontaneous solidarity forged between the
anti-capitalist
youth and militants from the embattled Turkish and Kurdish communities
was
the real celebration of May Day. The eco-warriors' "gardening" has
been
tidied up - but the hammer and sickle graffiti remains in Whitehall.

============================================================

>> CZECH REPUBLIC: MAY DAY: POLICE ATTACK MARCHERS

URGENT APPEAL FOR SOLIDARITY (See below)

>From Socialist Workers Organisation, Czech Republic


The main May Day events in CR are organised by KSCM (Czech CP). In
Prague
some 20,000 people came to listen the speech of Communist party leader
Grebenicek. He attacked the international financial institutions,
European
Union, US imperialism, but at the same time he spoke about the need
for
a "mixed economy".
SOP spoke from the main platform and our message was "Do not just wait
for
elections in 2002, but mobilise the workers and youth against
capitalist

crises now!" We have also mobilised for the MARCH AGAINST IMF and a
rally on 7 May.
KSCM has organised range of events around the country, but most of
them
had hardly any political content.
The CSSD, the governmental social democratic party, had only 500
people
at the celebration which was even much less political than the KSCM
events.

The anarchist May Day event was attacked by police. Authorities banned
the demo and march as they do now with every demonstration organised
by the
left.
Some 300 young people were brutally attacked by police during the
second
speech. Both speaker and later more than 50 were arrested. Czech state
repressive apparatus is preparing for Prague IMF/World Bank summit and
aims to teach the left a lesson.
SOP participated on this march as well, despite unofficial warnings
from
anarchists not to come to "their" demo or they would "deal with us".
Despite this we have agreed to attend the demo with leaflets calling
for

unity in defence against mounting state repression and arguing against
violent attacks on Trotskyists by Federation of Social Anarchists
(FSA,
section of IWA) and some of their fellow travellers.
The attacks didn't take place as there is some opposition to the
violence
from section of anarchists, especially from a section of the members
of
another anarchist group - Solidarita. Also, FSA members were main
target
of
activity of secret police.
May Day was a preparation for September's anti-IMF protests as far as
the
police were concerned. Socialist and communist groups and trade unions
have
called a demon on Saturday 23 September, which looks set to be banned.
The
Czech state has proved that it wants to use violence to destroy our
protest.
Whether the left will prove able to unite against it and defend its
democratic rights is the key question. SOP will do its best to ensure
a
positive answer to this question.

>>>>URGENT ACTION CALL!

http://www.workerspower.com



10. BunteZeitung

[zurück]
From: "Paul Felder" <paulfelder@lion.cc>

Gemeinsam sind wir stark, Teil II
Bunte Meldung
Vielleicht haben Sie die erste Bunte Zeitung schon gesehen und auch
gelesen? Nun wird die zweite Ausgabe für Juni vorbereitet. Besonders
neugierig und gespannt sind wir auf LeserInnenbriefe. Wir brauchen
auch Berichte über Vereinsaktivitäten und Termine für die Monate Juli,
August und September. Daher: Bis spätestens Anfang Juni bitte alles
Material an die Redaktion senden (A-1090 Wien, Rotenlöwengasse 12/1)
oder e-mailen (paulfelder@lion.cc)!
Jetzt neu: Gratis-Kleinanzeigen in der Bunten Zeitung! Tel.: 961 10
29, Fax 317 35 61
Bitte weitersagen: Die Bunte Zeitung braucht noch einige erfolgreiche
Kollporteure, die noch mehr Zeitungen unter die Leute bringen! Bei
Straßenverkauf freie Wahl der Standplätze und freie Zeiteinteilung!
Auch Geschäfte und Lokale warten darauf, besucht zu werden. Der
Verkaufspreis beträgt öS 30,-, der Kollporteur oder Kollporteurin darf
davon 15,- in die Tasche stecken. Wir danken für die Mitarbeit.



11. zur vernetzung / ot-frisch aus dem netz gefangen

[zurück]
From: Silvia Santangelo Jura <sesa@chello.at>

bei so vielen netzen und vernetzungsansätzen möchte auch ich ein paar
knoten dazuknüpfen und als "mitorganisatorin" des picknicks vom 29.4
meine
eindrücke dazu stellen und ... ein paar ideen für den 27.mai
vorstellen.

* Zum 29.4. und vernetzungsdiskussion
ein schönes fest - ja, find ich auch - überhaupt stimme ich in vielen
punkten mit johannes überein.
v.a. aber war´s ...  zu wenig vernetzend.
wir alle haben die gelegenheit nicht so genützt , wie wir es hätten
können,
gründe dafür gibt es genug (siehe die laufende diskussion).
Es hat sich aber auch klar gezeigt, genauso klar wie bei den
diskussionen im
MUND - und da bin ich mit christian, dass das interesse an vernetzung
extrem groß ist, ebenso groß wie die suche nach dem "wie", den neuen
wegen in
der zusammenarbeit.
aber, ich glaube auch, dass dezentrale strukturen - und das ist ja
vernetzung - zeit brauchen, um sich zu entwickeln.

in erster linie geht es uns  um "informationsvernetzung" -  die
kenntnis der
positionen und der arbeit der anderen - dann, und damit verbunden, um
mutuelle unterstützung in krisensituationen, und als weiteren/
paralell
erfolgenden schritt - netze innerhalb der netze-  alleanzen-bildung -
mit ausgewählten (und vielleicht schon bewährten) partnerInnen.
an "informationsvernetzung" wird von verschiednen seiten an konzepten
gearbeitet, zur gegenseitigen unterstützung fehlt noch einiges, kleine
netzwerke funktionieren hngegen schon... aber die knotenpunkte mit den
"noch unbekannten" fehlen ...

zentrales thema und voraussetzung für eine breite vernetzung ist
natürlich vertrauensbildung - denn wer kennt schon die anderen?
das ist ein extrem langwieriger prozess ... und da diese regierung,
die
schon aus prinzip nicht die unsere sein kann,  ihr unsoziales und
rückschrittliches programm rigoros durchzieht und wir alle unter
zugzwang stehen, glaube ich auch, dass wir, alle möglichkeiten, uns
kennzulernen, nützen sollten.

* Zum 27.5.: neuwahltag der demokratischen offensive.
die demokratische offensive  lädt  am 27. mai  zum neuwahltag ein.
Zwischen 14.00 und 17.00 findet ein symposion unter freiem himmel zu
den
themen rassismus/ sexismus und österreichs innen- und außenpolitik am
ballhausplatz statt.
Ab ca. 18.00 beginnt das fest für neuwahlen, mit  beiträgen von
politisch engagierten künstlerInnen - das dann in die widerstandsnacht
in coop mit volkstanz überleitet.  Genaues programm wird noch
ausgearbeitet.

* Ballhausplatz als treffpunkt.
den ganzen tag bietet sich der erweiterte ballhausplatz den
vernetzungssuchenden und - bietenden als treffpunkt an. Da
die offene (nicht)struktur des picknicks zu informell war, kommt
diesmal
ein "klassischer" vorschlag:
alle aktiven gruppen, organisationen und vereine sind eingeladen, ihre
arbeit auf eigenen infoständen zu präsentieren und dort auch die
möglichkeit zu inhaltlichen diskussionen zu bieten. außerdem kann
während des "fest für neuwahlen" die bühne mitgenützt werden.
übrigens: wer diese form der eigenpräsentation ablehnt, kann ja seine
eigene einbringen...

* Sachregionen
als vernetzende struktur schlagen wir vor, den erweiterten
ballhausplatz

(löwelstr., volksgartenparkplatz, heldenplatz/ botschaft ....) in
sach-regionen einzuteilen, die ineinander überfliessen:
* Soziales / Arbeitswelt
* Menschenrechte /  Minderheiten / Migration  / Entwicklungspolitik
* Kultur / Kunst / Wissenschaft
* Frauen  (Frage : eigene zone oder lieber thematischen zusammenhang
mit
den anderen zonen herstellen?  - bitte um diskussion!)

?¿?¿ Frage: gibt es interesse an einer
koordinations/vorbereitungsgruppe?¿?¿


* Praktisches/ struktur
offizielle anmeldung der tische ist nicht nötig, da die demokratische
offensive den ganzen ballhausplatz angemeldet hat.
zwecks eigenorganisation richten wir ab nächster woche auf der
SOS-mitmensch seite  (www.sos-mitmensch.at) einen  anmeldebogen für
die teilnahme und die sach-regionsaufteilung ein, der öffentlich
einsichtig ist ( wir sind
noch am system austüfteln)
dadurch soll die möglichkeit erleichtert werden, frisch vernetzte
stände
zu schaffen  und an neuen knotenpunkten im großen, weiten netz zu
werken...

in diesem sinne - gut knüpf & auf widerstand.

silvia santangelo jura



12. Überfall auf die sozialarbeit

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sind wir / werden wir - handlangerInnen einer menschenverachtenden
politik?
mittwoch 10. mai 18.00
bundesakademie für sozialarbeit
grenzackerstr. 18    a-1100 wien
arge sozialarbeit von unten
viele migrantinneneinrichtungen und institutionen waren ziele
exekutiver
und struktureller gewalt ñ auffallend der Überfall der exekutive auf
das
gesellenheim in der zohmanngasse und die festnahme der dort  lebenden
afrikanischen jugendlichen, die menschenverachtende razzia und
perlustrierung im flüchtlingslager traiskirchen, und das eindringen
der
exekutive unter fadenscheinigem vorwand in den flughafensozialdienst.
diese Übergriffe manifestieren auf spektakuläre art ein neues stadium,
im seit jahren schleichenden prozess der restriktiven und
menschenverachtenden sozialpolitik.  der sozialarbeit wird es
verunmöglicht, im interesse der menschen zu arbeiten. in allen
bereichen
der sozialarbeit ergehen aufträge an uns, die sich gegen die ethischen
grunds?tze sozialer arbeit und gegen das berufsbild von sozialarbeit
richten. selbst bei kritik an den "neuen" arbeitsaufträgen, droht
sozial
tätigen menschen mitkriminalisierung (beispiel frau bock), entzug der
budgetären mittel und in der folge verlust des arbeitsplatzes.

es diskutieren mit uns vertreterInnen u.a. folgender institutionen und
beratungsstellen:
beratungsstelle für ausländerInnen ñ caritas / sechsschimmelgasse
zebra - betreuungszentrum für migrantInnen und flüchtlinge - graz
ausländerberatungsstelle ñ die gruenen / wien
weiters:
vertreterInnen des evangelischen flüchtlingsdienstes,  der
antirassismus-hotline, uva.
moderation: melitta nicponsky + christian michelides

wir verstehen diese veranstaltung als ersten schritt, um erfahrungen
auszutauschen, über möglichkeiten politischer gegenstrategien zu
diskutieren, um eine breitere auseinandersetzung zu erwirken und
verstehen dies als chance, unsere politische verantwortung in der
sozialarbeit wahrzunehmen.
impressum: arge sozialarbeit von unten
c/o stiftgasse 8 a-1070 wien fon 523 64 75 fax 523 40 09
mailto: amerlinghaus@surfeu.at
um weiterverteilung, weiterverbreitung, weitersagen wird gebeten



13. Flüchtlingsrat Thüringen e.V.
PRESSEMITTEILUNG

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Hausverbot für Flüchtlingshelferin in der
Landesgemeinschaftsunterkunft
Georgenthal (ehemals Tambach-Dietharz)
Flüchtlingsrat protestiert gegen "Maulkorb"


Der Flüchtlingsrat Thüringen e.V. protestiert auf das Schärfste gegen
das Hausverbot, das das Thüringer Landesverwaltungsamt im Auftrag des
Thüringer Innenministeriums gegen die Flüchtlingshelferin Regina
Andresen für
die Landesgemeinschaftsunterkunft (LGU) Georgenthal unbefristet
verhängt
hat.

Der Flüchtlingsrat wertet das Hausverbot als einen Maulkorb für die
Flüchtlinge in der Unterkunft, die ihre Kritik an den dortigen
Lebensverhältnissen mit Unterstützung der Mit-arbeiterin des Vereins
"Menschlichkeit" aus dem niedersächsischen Nienburg öffentlich machen.

Frau Andresen hielt sich stets auf Wunsch und auf Einladung von
BewohnerInnen in der Unterkunft auf. Der Flüchtlingsrat hält es für
ein prinzipielles Recht der HeimbewohnerIn-nen, Gäste zu empfangen.

Der Flüchtlingsrat weist die Gründe für das Hausverbot zurück: "Eine
,Destabilisierung der Situation' in der Unterkunft und ,Unruhen' unter
den Flüchtlingen sind nicht Frau Andre-sen, sondern den Bedingungen in
der
Unterkunft anzulasten, die für eine dauerhafte Unterbringung von
Menschen vollkommen ungeeignet ist."

Die deutsche Vertreterin des Hohen Kommissares der Vereinten Nationen
für Flüchtlinge (UNHCR) Judith Kumin hatte schon im Jahre 1995 nach
einem
Besuch erklärt, daß die Einrichtung aufgrund der sehr isolierten Lage
"nur
einer vorübergehenden Aufnahme von Asylsuchenden dienen" sollte. Nach
wie
vor wird die Unterkunft jedoch zur dauer-haften Unterbringung genutzt.

Der Flüchtlingsrat akzeptiert nicht, daß die Situation in der
Unterkunft "befriedet" werden soll, in dem die Flüchtlinge ihrer
Außenkontakte
beraubt und damit mit ihrer berech-tigten Kritik mundtot gemacht
werden.

Der Rat forderte das Thüringer Innenministerium und das
Landesverwaltungsamt deshalb auf, das Hausverbot umgehend zurück zu
nehmen.



14. Talkshow
    From:
        Wernegger Beate <Beate.Wernegger@sbg.ac.at>
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Heute, Freitag 5.5.2000 war das Thema der Talk Show Gefängnis. Als ein
Zuschauer, der selbst lange Zeit in Haft war, versucht, auf die
Tatsache

aufmerksam zu machen, dass er von fünf Menschen sicher weiss, dass sie
unschuldig im Gefängnis sein, unter anderem ein Afrikaner, der wegen
angeblichen Drogenhandels zu zehn Jahren verurteilt wurde. Doch als
der
Mann zu sprechen anfing, wurde er sofort von Frau Karlich unterbrochen
und
daran gehindert, weiter zu sprechen. Das ist doch ein Skandal! Darf
denn die
Wahrheit nicht gesprochen werden? Gibt es beim ORF Zensur? Offenbar
ist
das so.

Da wird so getan, als könnte man über alle Probleme in der
Gesellschaft
sprechen und die Menschen (und ihre Unzulänglichkeiten) werden benutzt
um Unterhaltung zu machen. Aber über das System und seine Willkür darf
nicht gesprochen werden. Das ist Faschismus.

Beate Wernegger



15. Gegen alle Maennerbuende!
[zurück]


Demo gegen den Burschenschafter-Kommers:
Landhausplatz - Innsbruck
13. Mai 2000
Beginn 13 Uhr

Im folgenden der Text unseres Aufrufflugis dazu:

Gegen alle Maennerbuende!

Von 12 bis 13. Mai treffen sich in  Innsbruck bis zu zweitausend
deutschnationale Burschenschafter zu einem sogenannten "Festkommers"
sowie zur "Festakademie 2000". Wie bereits beim "Gesamttiroler
Festkommers" 1994 werden auch heuer wieder Rechte und Rechtsradikale
aus ganz Europa anreisen um bei diesem Ereignis dabei zu sein. Das
schwarz- blaue Oesterreich  wird diesmal eine besondere
Anziehungskraft ausueben, wird es doch in diesen Kreisen als "Vorbild
fuer ganz Europa" gehandelt. Auch das Erscheinen von Vertretern der
Regierungsparteien ist zu erwarten, waren oder sind doch einige von
ihnen selbst Mitglieder  schlagender Verbindungen. Ueberhaupt sind
deutschnationale und rechtskonservative Burschenschaften einer der
wichtigsten Verknuepfungs- und Ueberschneidungspunkte vor allem, aber
nicht nur, der FPOe mit dem (militanten) aeusserstem rechten Rand.
Auch hier kommt den grossen Treffen der Burschen und deren "alten
Herren" besondere Bedeutung zu. Veranstaltungsorte werden der
Stadtsaal, sowie das Kongresshaus Innsbruck sein, nachdem der Rektor
der Universitaet mit der verstaendlichen Begruendung, er wolle
"zutiefst abzulehnendes, deutschnationales und rassistisches
Gedankengut nicht salonfaehig machen", die Uni nicht zur Verfuegung
stellte.
Als prominente Teilnehmer angekuendigt sind unter anderem Ewald
Stadler, ehemaliger Dobermann, ein gewisser Alfred Mechtersheimer,
dem der deutsche Verfassungschutz eine "Gegnerschaft zum
demokratischen Rechtstaat" bescheinigt, oder Friedrich Romig, der in
der "Aula" ueber das Dokumentationsarchiv des oesterreichischen
Widerstandes schrieb: "Was Not tut, ist die systematische Bekaempfung
des eiternden Geschwuers, das unser Land vergiftet."  Der ehemalige
SA- Sturmfuehrer Otto Scrinzi wird die Podiumsdiskussion am 13. Mai
im Innsbrucker Kongresshaus leiten, und interessanterweise hat auch
der Innsbrucker Buergermeister Herwig van Staa (OeVP) sein Kommen
zugesagt, was auch erklaert warum die Veranstalter problemlos
staedtische Raeumlichkeiten nutzen koennen. ( Schon beim Kommers 1994
zeigte die OeVP wenig Beruehrungsaengste, als ihr
"Menschenrechtssprecher" Felix Ermacora auf der Rednerliste stand.)
Wichtige Initiatorin des Kommerses ist die Burschenschaft BRIXIA, die
sich selbst als "Lebensbund deutschstaemmiger Akademiker" definiert,
und die sich unter anderem dadurch hervortat, das sie versuchte am 9.
November 1989, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, eine
Veranstaltung  mit dem britischen Nazi- "Historiker" und
Holocaustleugner David Irving durchzufuehren.

Die Geschichte der Burschenschaften

Die Geschichte der "Waffenstudenten" reicht bis  zum Anfang des
vorigen Jahrhunderts zurueck. 1815 gruendeten Studenten in Jena die
Deutsche Burschenschaft.  Unter dem Motto "Ehre, Freiheit,
Vaterland", verbanden sie buergerlich demokratische Ideen, von Anfang
an mit voelkisch-nationalem, rassistischem und antisemitischem
Gedankengut. So wurden schon 1817, beim Wartburgfest, das von
Burschenschaften als legendaeres Gruendungsfest angesehen wird,
Buecher von antinationalen und juedischen Autoren verbrannt. Bereits
1820 verlangten Korporierte den Ausschluss der "vaterlandslosen
Juden". Die 1902 als Dachverband neugegruendete Deutsche
Burschenschaft verlieh in ihren Eisenachern Beschluessen ihrer
Ueberzeugung Ausdruck, "dass die ererbte Rasseneigenschaften der
Juden durch die Taufe nicht beruert werden". Rund 10 Jahre vor der
NS-Machteinsetzung waren alle national-freiheitlicher Verbindungen in
Deutschland und Oesterreich "judenrein"... 1933 jubelten die
Korporierten, und organisierten gemeinsam mit der SA die zweite
deutsche Buecherverbrennung. Um sich zu entlasten, behaupten die
Korporierten gerne, sie seien 1938 unter Zwang aufgeloest worden, in
Wahrheit loesten sie sich feierlich selbst auf, und traten
geschlossen in den NSDStB (Nationalsozialistischen Studentenbund)
ein. Ein grosser Teil der Burschenschafter machte im NS-Staat
Karriere: Heinrich Himmler, Alfred Rosenberg, Horst Wessel...
Auch nach 1945 verteidigen Burschenschafter den "Arierparagraphen"
und ruehmen sich "die juedischen Elemente entfernt" zu haben, und
"seit 1882 judenrein" zu sein... So wurde Hitler-Stellvertreter
Rudolf Hess, 1987 vom Dachverband DEUTSCHE BURSCHENSCHAFT in
OeSTERREICH fuer den Friedensnobelpreis vorgeschlagen! Neben diesen
offenen Identifikationen mit der NS- Ideologie herrscht in
burschenschaftlichen Kreisen auch die Leugnung bzw. Verharmlosung der
NS- Verbrechen (Revisionismus) vor.
Als Teile der NSDAP wurden die Burschen- und Kameradschaften 1945
aufgeloest und das Schlagen von Mensuren, sowie das Tragen von Band
und Muetze auf dem Universitaetsgelaende wurde verboten. Aber bald
wurde wieder zur Tagesordnung  uebergegangen, die Universitaeten
glichen dem Bild zwischen 1920 und 38 - Hochburgen des
Deutschnationalismus und Rechtsextremismus. Die rituellen Fechtduelle
und das Tragen der Wix auf den Unis wurden wieder erlaubt. 1959 kam
es bei einem Umzug anlaesslich der Schiller Feier zu schweren
Zusammenstoessen zwischen Neonazis und AntifaschistInnen. Sechs Jahre
spaeter wurde der Antifaschist, Spanienkaempfer und KZ-Haeftling
Ernst Kirchweger bei einer Demonstration gegen den Nazi-Professor
Taras Borodajkewyzc von dem Olympia- Burschenschafter Ernst Kuemel
ermordet.
Zu Beginn der 60er stiegen zahlreiche Burschenschafter in den
Suedtirolterror ein, und die Burschen rund um den Olympen Norbert
Burger (Gruender und Vorsitzender der 1988 verbotenen
Nationaldemokratischen Partei (NDP) ) nahmen bei ihrem "Einsatz fuer
das bedrohte Grenzlanddeutschtum" die Toetung von Menschen in Kauf.
Aufgrund ihrer Beteiligung wurde die Burschenschaft Olympia 1961
verboten. 1973 wurde sie unter dem Namen "Tafelrunde Olympia" wieder
gegruendet.
Bis heute verfuegen die schlagenden Burschenschaften ueber grossen
gesellschaftlichen Einfluss durch ihre guten Verbindungen in Politik
und Wirtschaft.

Die Bedeutung der Burschenschaften

Besonders offensichtlich kooperiert die Regierungspartei FPOe mit den
deutschnationalen und faschistoiden Studentenverbindungen. Die OeH-
Fraktion der Freiheitlichen, der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS),
wird fast zur Gaenze von Burschenschaftern getragen. 1952 wurde er
als Sammelbecken studentischer Nazis gegruendet. Nach einem Jahr
stand ihm niemand geringerer als Norbert  Burger
(OLYMPIA-Burschenschafter, Suedtirolterrorist, Kopf der NDP,...) vor.
Die Verbindung zu den Korporationen war und ist sehr eng. So laesst
sich die Liste der im RFS engagierten Burschenschafter lang
fortsetzen. Auch zur VAPO des verurteilten Neonazis Gottfried Kuessel
gab es gute Kontakte, so besorgten Kuessels Mannen z. B. den
Saalschutz fuer eine RFS Veranstaltung an der Uni Wien.
Burschenschaften und RFS traten besonders vehement fuer ihre
gemeinsamen Interessen ein, als der akademische Senat 1990 den
Beschluss fasste, den Siegfriedskopf in der Aula der Uni Wien durch
Gedenktafeln fuer von den Nazis vertriebene Universitaetsangehoerige
zu ersetzen. Der sogenannte Siegfriedskopf war 1923 von der Deutschen
Studentenschaft fuer die im ersten Weltkrieg "in Ehren gefallenen
Helden unserer Universitaet" errichtet worden. Im gleichen Jahr
meinte die Deutsche Studentenschaft, die uebrigens nur
"deutscharische" Mitglieder aufnahm, anlaesslich des gescheiterten
Hitlerputsches: "Unsere Ostmark wird erst dann ihre alte Ehre
wiedergewonnen haben, wenn von der Wiener Burg und vom Rathaus die
schwarz-weiss-rote Fahne mit dem Hakenkreuz weht." Die
antisemitische, kriegstreiberische und faschistische Haltung dieser
Organisation wurde auch von einer HistorikerInnenkommission im
Auftrag der Universitaetsleitung festgestellt, was schliesslich zu
besagter Entscheidung fuehrte. Ihre Umsetzung scheiterte aber am
Widerstand von freiheitlichen und koorperierten Studenten, die mit
Unterstuetzung von "Krone" und FPOe, hier besonders der damalige
Stadtrat Rainer Pawkowicz  (FPOe, OLYMPIA, ?), gegen "linke
Denkmalstuermer" wetterten. Bis heute treffen sich die Wiener
Burschenschafter jeden Mittwoch in der Aula und huldigen dem
Siegfriedskopf, nur eines von vielen Ritualen, das auch ihr
Menschenbild deutlich wiederspiegelt. Eine Geisteshaltung, die u.a.
grundlegendes Element der FP- Programmatik war und ist, und die auch
so manchem in der OeVP nicht fremd ist.
Durch militaerische Riten, strenge Hierarchien und Regeln soll der
Charakter der neuen Verbindungsbrueder geformt werden. Wichtige
Bestandteile sind dabei das Tragen einer Uniform, Kappe und Band, die
sogenannte volle Wix. Aeltere Burschen haben Strafbefugnis ueber
juengere, so koennen sie den sogenannten Fuexen befehlen den Rest
ihres Bieres auszutrinken (es geht ja nicht an, dass ein Bursch von
seinem Fux unter den Tisch gesoffen wird) usw. Diese und andere
Formen der Erniedrigung, wie z. B. das Verbot waehrend eines
rituellen Besaeufnisses, des  Kommerses, die Toilette aufzusuchen,
dienen der Festigung der Rangordnung. Ueberhaupt muss der Fux eine
harte Zeit der Unterwerfung durchmachen, um "Disziplin zu lernen" und
Hierarchien zu verinnerlichen. Erst danach gilt er als befaehigt
selbst andere zu fuehren, und die sinnlosen Strafen und Vorschriften
weiterzugeben. Ein weiterer Ritus ist die Mensur, die laut Andreas
Moelzer, Ex-FP-Vordenker, Kaerntner Kulturrat,
"Umvolkungs-Theoretiker" und Chefredakteur der rechtsintellektuellen
Wochenzeitung "Zur Zeit", "eine besondere Art von koerperlicher und
moralischer Bewaehrungsprobe" ist.  Das Fechten mit dem Saebel praegt
ein Bewusstsein fuer die Exklusivitaet des Maennerbundes, und
symbolisiert das bedingungslose Eintreten fuer die Interessen des
Standes - notfalls mit Gewalt.
Das Ergebnis dieses Maennlichkeitsrituals ist oft der sogenannte
Schmiss, der viele bekannte Gesichter ziert. So fochten sowohl
NORBERT BURGER (Olympia, NDP), GOTTFRIED KUeSSEL (Danubo Markomannia,
VAPO), GERD HONSIK (Rugia Markomannia, RFS, NDP, Auslaender Halt
Bewegung), FRANZ RADL (Teutonia), als auch RAINER PAWKOWICZ (Olympia,
FPOe, ?), EWALD STADLER (Skalden, FPOe), beide Soehne der
Sozialministerin SICKL, MARTIN BARTENSTEIN (akad. Turnerschaft Graz,
OeVP(!)), DIETER BOeHMDORFER ("unabhaengiger" Justizminister,
Silvania) und natuerlich JOeRG HAIDER (Albia, Silvania, FPOe) ihre
Mensuren. Es ist klar ersichtlich, dass die Burschenschaften
Kaderschmieden nationaler und rechtsextremer Gesinnung sind. Das bis
vor kurzem gepraegte oeffentliche Bild eines Rechtsextremen war das
eines dumpf-rabiaten, kahlgeschorenen und laut groehlenden Faschos.
Doch die schmissigen Herrn mit Muetze und Band, gebildet, intelligent
und gesellschaftlich geachtet, stellen einen ganz anderen Typus dar.
Burschenschaften bieten den organisatorischen Background und die
Fuehrungsmannschaften rechtsextremer bis neonazistischer Gruppen und
Parteien. Besonders kommt dabei der Umstand zu tragen, dass sich
diese Verbindungen als eingeschworener Bund fuers Leben verstehen, in
dem der sogenannte "alte Herr", sprich ein bereits berufstaetiger
Burschenschafter, moralisch verpflichtet ist den juengeren mit Rat
und Tat zur Seite zu stehen, ihnen also moeglichst den Weg in
Einflussreiche Positionen in Staat und Wirtschaft zu ebnen. Mit der
Beteiligung der FP an der Regierung eroeffnen sich fuer die
Korporierten ungeahnte Aufstiegsmoeglichkeiten. (Dass der
Justitzminister nicht nur H.J.s Anwalt, sondern auch einer seiner
alten "Bundesbrueder" ist, erscheint zumindest als bemerkenswert.)

Reaktionaerer Konsens

Eine Vielzahl der Mitglieder der OeVP entstammt dem nur wenig
fortschrittlicherem katholischen Cartellverband (CV), der seine
ideologischen Wurzeln in der Monarchie und im klerikalfaschistischen
Staendestaat hat.
Die Gemeinsamkeiten der schlagenden bzw. nationalfreiheitlichen
Studentenverbindungen und der katholischen Verbindungen, wie dem CV
oder dem Mittelschuelerkartellverband (MKV), liegen in der
maennerbuendischen und hierarchischen Struktur (Oft gehen sie aber
noch darueber hinaus. So schreibt die MKV-Verbindung Borussia in
ihrer Verbandszeitung: "Ich traue einem fanatischen Judentum zu,
wieder Gefahr in diese Welt zu bringen", und fantasiert etwas vom
"Weltjudentum",  dass versucht Schuldgefuehle zu wecken, und somit am
Antisemitismus selbst schuld ist). Auch der CV bietet genug
Seilschaften um Karriere zu machen, ist er doch die Kaderschmiede der
OeVP und somit auch Sprungbrett fuer lukrative Fuehrungsposten in der
Wirtschaft. Der CV vertritt katholische konservative Werte, und sieht
daher genauso wie die rechtsradikalen Verbindungen nur eine Rolle
fuer die Frau vor: am Herd, sich fuer den Mann und die Kinder
aufopfernd, als Reproduktionsmaschine der Gesellschaft nuetzlich...!
Alle Maennerbuende stehen auf der Seite des Kapitals und der
Unterdrueckung, sie dienen dem Erhalt der patriarchalen
Gesellschaftsstruktur. Wo Leistungs- und Elitedenken,
maennlich-martialische Rituale, wie die Mensur und die kollektiven
Besaeufnisse das Zusammenleben bestimmen, ist kein Platz fuer Frauen
als gleichwertige "Mitglieder" (nicht das dies wuenschenswert waere).
In dieser maennlichen Weltordnung dienen Frauen nur als Schmuck und
Stuetze des Mannes. Frauen die selbstbestimmt ihr eigenes, nicht
durch einen Mann definiertes, Leben leben, oder gar aktiv in
gesellschaftliche Prozesse eingreifen, sind in der patriarchalen
Ordnung undenkbar und nicht vorgesehen. Im Gegenteil: es soll ja
alles so bleiben, wie es ist, denn "Unser Burschenbrauchtum ist immer
auf eine bestimmte maennliche Gruppe abgestimmt. Die menschliche
Weltordnung ist auf das maennliche ausgerichtet."
(Burschenschaftliche Blaetter: 1980) Natuerlich haben Frauen, Juden,
Auslaender und Kriegsdienstverweigerer in studentischen Verbindungen
meist nichts zu suchen, das traditionelle Machtgefuege koennte
dadurch ins Wanken geraten, und ihre BurschenHERRlichkeit den
elitaeren Vorteil verlieren. In einer Einladung zum
Erstsemestrigenfest der Burschenschaft OLYMPIA heisst es: "Es gibt
(...) Spass mit rassistischen oder wenigstens unappetitlichen
Maennerwitzen (...) Bist du haesslich, fett, krank oder fremd im
Land, bist Du von Sorgenfalten, Weltschmerz oder linksliberaler
Gesinnung gepeinigt, traegst Du alternative oder Schicky-Kleidung
oder gar ein Flinserl im Ohr, studierst Du Publizistik, Politologie
oder Theologie oder gar nicht, hast Du den Wehrdienst verweigert oder
eine Freundin, die weder schoen noch still ist, kurz: bist Du auf
irgend eine Weise abnormal oder unfroehlich, dann bleib lieber zu
Hause, Du wuerdest sowieso von uns nicht eingelassen werden."  Seit
kurzer Zeit gibt es auch ein paar Studentinnenverbindungen, aber
diese suchen brav eine Annaeherung zu den HERRenbuenden ueber die
Uebernahme der althergebrachten Riten, und vertreten die selben
rechtsradikalen und antiemanzipatorischen Ansichten, wie z. B.: die
Maedelschaft FREYA der RFS-Funktionaerin Alwine Schachinger. Nach
Aussagen von Burschenschaftern sollte eine Frau "nicht versuchen aus
dem althergebrachten Bild der Frau auszubrechen",
"anlehnungsbeduerftig" sein und sich "in erster Linie um die Familie
kuemmern"!
Solche Ansichten und maennerbuendische Strukturen gehen allerdings
ueber die Welt der Burschenschaften hinaus, und sind in allen Teilen
der Gesellschaft verbreitet. Die Stellung der Frau als
Gebaermaschine, unbezahlte Haushaelterin, Koechin usw. ist seit
Jahrhunderten Teil des Systems der HERRschenden. Die Meinung Frauen
sollten hauptsaechlich "still und schoen" sein, wuerden mehr mit dem
Bauch als mit dem Hirn denken usw., und das daraus folgende
Verhalten, Frauen nicht Ernst zu nehmen, ist selbst in Gruppen mit
fortschrittlicher Weltanschauung zu finden. Ganz zu schweigen von den
Zustaenden in den "ganz normalen" Familien und bei bierseligen
Stammtischen, an denen das "gesunde Volksempfinden" und "Weiber an
den Herd"-Parolen regieren.

Bis in die Regierung

Besonders ungebremst finden sich solche Inhalte (wenig ueberraschend)
im Regierungsprogramm der schwarz- blauen Koalition, fuer die
Frauenpolitik bestenfalls aus Familienpolitik besteht. Die gaenzliche
Abschaffung des Frauenministeriums ist da nur der Gipfel des
Eisberges. Auch der von den Burschenschaften propagierte Militarismus
findet bereits jetzt Niederschlag in der schleichenden Abschaffung
des Zivildienstes und der Aufruestung des Heeres. Dass waehrenddessen
Sozialleistungen gekuerzt werden, passt ebenso ins oben angesprochene
Weltbild; "nur die Starken kommen durch" fuer den Rest gibts nur
Verachtung.
Ganz zu schweigen vom Rassismus und Antisemitismus, der von
studierenden und regierenden Rechtsextremen in einer selbst fuer
Oesterreich bemerkenswerten Schaerfe und Radikalitaet betrieben wird.
Den Worten werden Taten folgen, mit unabsehbaren Konsequenzen fuer
die Betroffenen. Schon jetzt ist die fremdenrechtliche Situation und
der Alltagsrassismus hierzulande desastroes bis lebensgefaehrlich,
eine weitere Verschlechterung waere eine absolute Katastrophe.
Beim Kommers in Innsbruck werden die Rechten der verschiedenen Lager
wieder Plaene fuer die Zukunft schmieden, als BewohnerInnen
Oesterreichs koennen wir davon unmittelbar betroffen sein. Dem muss
verstaerkter Widerstand entgegengestellt werden!

Gegen Nazis mit und ohne Uniform!

Weg mit der Regierung!

Zerschlagt alle Maennerbuende!

{rosa antifa wien}

Stand: Mai 2000



16. EIN NEUES KOMITEE!
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Brigittenau gegen SchwarzBlau

Seit die ÖVP mit der FPÖ die Regierung bildet, gibt es eine
Oppositionsbewegung. Noch immer demonstrieren Woche für Woche
Tausende.
Wir wollen auch im 2. und 20. Bezirk Aktivitäten setzen, unseren Unmut
zeigen, die Leute informieren, die Bewegung verbreitern .

Macht mit!

Wir treffen uns jeden Montag um 19 Uhr im Gasthaus Haller,
Wallensteinstraße 49

Unsere mailadresse: 2_20gegenschwarzblau@gmx.net

Bernhard


Redaktionsschluß: 5.5. 2000, 22:00
Fehler möge frau/man mir nachsehen!